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Pinneberger Tageblatt

24. August 2017 | 03:41 Uhr

Pinneberg : Mehr als 30 Wahlhelfer fehlen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pinneberg sucht für die Bundestagswahl noch Freiwillige. Im Notfall kann die Verwaltung auch Bürger verpflichten.

Demokratie lebt davon, dass sich Bürger aktiv einbringen – beispielsweise als Wahlhelfer. Wer Interesse daran hat, einmal mitzubekommen, wie direkte, praktische politische Arbeit vor Ort funktioniert – und wieviel Spaß das „Ehrenamt für einen Tag“ bereiten kann – der ist eingeladen mitzumachen: Pinneberg sucht noch Wahlhelfer für die Bundestagswahl am Sonntag, 22. September.

„Einige machen das schon seit vielen Jahren“, berichtet Wahlsachbearbeiterin Kathrin Goldau. Sie bekomme viel positives Feedback. Darüber, dass das Engagement richtig Freude bereite, gerade auch in der Gemeinschaft. „Einige melden sich sogar stets als Gruppe zurück“, erklärt die Verwaltungsmitarbeiterin. Sie bereitet zum vierten Mal eine Wahl in Pinneberg vor.

198 Wahlhelfer müssten bei dieser Bundestagswahl ran. Neun Ehrenamtliche bilden einen Wahlvorstand, der wiederum ein Wahllokal betreut. Fünf Wahlhelfer reichten zwar eigentlich aus, erklärt Goldau, doch dann könnte nicht in zwei Schichten gearbeitet werden. Pinneberg ist in 19 allgemeine Wahlbezirke aufgeteilt, zusätzlich würden bei dieser Wahl allerdings auch drei Briefwahlvorstände à neun Helfer benötigt. „Wir brauchen noch mindestens 30 Freiwillige“, so die Wahlsachbearbeiterin. „Besser sogar noch einige mehr für die Reserveliste, denn krankheitsbedingt springen immer einige ab.“

Grundsätzlich sei die Tätigkeit sogar eine ehrenamtliche Verpflichtung, klärt Goldau auf. „Aber wir versuchen auf Freiwilligkeit zu setzen“, das habe sich bewährt und bis jetzt auch immer gut geklappt. Der Tag eines Wahlhelfers fängt um 7.30 Uhr an. Eine halbe Stunde vor Öffnung der Wahllokale trifft man sich vor Ort, damit der Wahlvorsteher einteilen kann, wer was macht. Bis 18 Uhr geben die Ehrenamtlichen Stimmzettel aus, prüfen, ob der Wähler im Verzeichnis steht und passen auf, dass nur die richtigen Zettel in die Urne wandern. Nach Schließung der Wahllokale geht es gemeinsam an die Auszählung.

Ein Wahlhelfer bekommt in Pinneberg als Aufwandsentschädigung ein wenig mehr Geld, als in der Bundeswahlordnung festgeschrieben: nämlich 30 anstatt 21 Euro. Der Wahlvorsteher und sein Stellvertreter werden sogar mit 40 Euro entschädigt, Goldau sucht auch für diese Positionen noch Freiwillige. Sie müssen allerdings über Erfahrung verfügen.

Jeder, der zum Zeitpunkt der Wahl mindestens 18 Jahre alt, deutscher Staatsbürger und vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen ist (bedeutet: nicht wegen „grober“ Vergehen vorbestraft ist) und der im Wahlgebiet Bundesrepublik wohnt, ist berechtigt, in Pinneberg als Wahlhelfer zu wirken. Er muss also nicht in der Stadt gemeldet sein. Interessierte rufen Goldau entweder unter der Telefonnummer (0 41 01) 21 14 47 an. Sie ist von 8.30 bis 18 Uhr in ihrem Büro. Oder sie schreiben eine E-Mail an pf-wahl@stadtverwaltung.pinneberg.de. „Ich melde mich sofort zurück“, verspricht die Verwaltungsfachfrau. Anmeldeschluß ist übrigens Ende nächster Woche.

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