Pinneberg : Mehr als 200 Künstler und 50 Konzerte: Das war das SummerJazz-Festival 2018

Die Bigband der Käthe-Kollwitz-Schule Hannover, in der Vergangenheit bereits als Preisträger des SummerJazz ausgezeichnet, begeisterte gestern Mittag die Besucher

Die Bigband der Käthe-Kollwitz-Schule Hannover, in der Vergangenheit bereits als Preisträger des SummerJazz ausgezeichnet, begeisterte gestern Mittag die Besucher

23. SummerJazz: Besucher verwandeln den Drosteiplatz in eine Tanzfläche. Organisatoren ziehen eine positive Bilanz.

shz.de von
13. August 2018, 12:00 Uhr

Pinneberg | „Das ist unglaublich, was hier los ist. Kaum lässt der Regen nach, kommen die Pinneberger aus dem letzten Loch und alle strömen zum Festival“, zeigte sich Monika Frank begeistert. Sie war aus der Nähe von Dortmund nach Pinneberg gereist. „Offiziell zum Familienbesuch, aber eigentlich schon wegen des Festivals“, sagte die gebürtige Pinnebergerin, die es nach Nordrhein-Westfalen verschlagen hat. „Ein Besuch lohnt sich immer.“

Vorbereitet: Roul Steffen (von links), Gerd Meske und Heike Steffen waren für alle Wetterlagen bestens gerüstet, um vier Tage Musik zu genießen.
Bastian Fröhlig

Vorbereitet: Roul Steffen (von links), Gerd Meske und Heike Steffen waren für alle Wetterlagen bestens gerüstet, um vier Tage Musik zu genießen.

Mehr als 200 Künstler, 50 Konzerte, mehr als 30 Stunden Livemusik auf fünf Bühnen – das sind die nackten Zahlen zum 23. SummerJazz, das in diesem Jahr unter dem Motto „Jazz meets Mundorgel“ stand. „Jede und jeder, der eine Mundharmonika in der Hand hält, kann sie ganz intuitiv benutzen und ihr mehr oder weniger melodische Töne entlocken. Dennoch lässt die Mundharmonika ungeheure Virtuosität zu“, erläuterte Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) während der Eröffnung des Festivals die Wahl für die Mundorgel als diesjähriges Festivalmotto und dem dazugehörigen Pin.

Ela Runge gehörte zu den zahlreichen Helfern, die die Festival-Pins feilboten.
Bastian Fröhlig

Ela Runge gehörte zu den zahlreichen Helfern, die die Festival-Pins feilboten. 

Die Eröffnung am Donnerstagabend fiel noch recht stürmisch aus. „Da hatten noch alle Angst vor dem Blitzeinschlag“, sagte Herbert Hoffmann, Mitbegründer des Festivals und stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins SummerJazz. „Am Freitag war es fantastisch“, bilanziert er.

Der Drosteiplatz wurde am Sonnabendabend zur Open-Air-Tanzfläche.
Bastian Fröhlig

Der Drosteiplatz wurde am Sonnabendabend zur Open-Air-Tanzfläche.

 

Der Sommer präsentierte sich von seiner besten Seite – trocken und vor allem mit angenehmen Temperaturen. „Es war vor jeder Bühne voll. Ein toller Spätsommerabend“, sagte Hoffmann. Anders das Bild am Sonnabend. „Der Vormittag ist ins Wasser gefallen“, stellte Hoffmann sachlich fest. Immer wieder gab es starke Regenschauer. Der Platz vor der Hauptbühne blieb  leer. „Ich bin überzeugt, dass es voll wird, wenn es trocken ist“, hatte Hoffmann während eines Regenschauers angekündigt. Er behielt recht. Die Innenstadt füllte sich zusehends  und als die Flying Soul Toasters aus Bremen das Kommando auf der Hauptbühne übernahmen, verwandelte sich der Drosteiplatz in eine gewaltige Tanzfläche.

Die Luftgitarre beherrschte Clara (9) perfekt und rockte direkt los.
Bastian Fröhlig

Die Luftgitarre beherrschte Clara (9) perfekt und rockte direkt los.

„Das ist einfach fantastisch“, stelle Hoffmann zufrieden fest. „Ich bin gebürtiger Pinneberger und habe das Festival immer mitverfolgt, aber dieses Jahr haben wir uns vorgenommen, es ganz intensiv wahrzunehmen“, sagte Roul Steffen. Zusammen mit Heike Steffen und Gerd Meske aus Hamburg hatte er sich auf vier Tage Festival eingestellt. „Wir wollen es voll auskosten“, sagte Roul Steffen. Meske hakte ein: „Das Festival ist über Schleswig-Holstein hinaus bekannt und es lohnt sich. Aus meiner Sicht, sind es sehr, sehr viele gute Musiker, die hier am Werk sind.“

Leere: Auch die gab es kurzzeitig beim Festival.
Bastian Fröhlig

Leere: Auch die gab es kurzzeitig beim Festival.

 

Auf Favoriten wollten sich die drei nicht festlegen. „Die bunte Mischung macht es einfach aus. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei“, sagte Roul Steffen. Manfred und Margit Fritsche aus Eckernförde verbanden ihr Interesse an Pinneberg und Jazz. „Wir haben uns vorgenommen, die Städte der Region genauer anzuschauen und dann habe ich gelesen, dass hier das Festival stattfinden“, erläuterte Margit Fritsche.  Wiederholung nicht ausgeschlossen.

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