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Mantelseiten-Herstellung : Medienhaus A. Beig stellt Produktion um

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der A. Beig-Verlag stellt die Mantelseiten für seine Tageszeitungen wieder selbst her. Aus der Redaktion in Pinneberg werden zudem zwei Partner beliefert.

Pinneberg | Das Medienhaus A. Beig, in dem unter anderem die Titel Barmstedter Zeitung, Elmshorner Nachrichten, Pinneberger Tageblatt, Quickborner Tageblatt, Schenefelder Tageblatt und Wedel-Schulauer Tageblatt erscheinen, hat die Neuaufstellung seiner Redaktion abgeschlossen. Der letzte große Schritt eines zweijährigen Veränderungsprozesses ist – entgegen der im Markt um sich greifenden Zentralisierungsbewegungen – die Wiederaufnahme der eigenen Produktion von Mantelseiten in Pinneberg. Ziel der Neuaufstellung ist zudem die vernetzte Produktion von Inhalten für die Tages- und Wochenzeitungen sowie die Digitalangebote.

Seit wenigen Wochen werden die überregionalen Inhalte für die sechs Tageszeitungen des A. Beig-Verlags sowie für zwei Titel des Schleswig-Holsteinischen Zeitungs-Verlages (sh:z) wieder im Lebensumfeld der Leser vor den Toren Hamburgs erstellt. Zudem ist es gelungen, mit den „Uetersener Nachrichten“ einen ersten Kunden zu gewinnen, der seit 1. April seine Mantelseiten vom A. Beig-Verlag bezieht.

Vorausgegangen ist der Mantelerstellung in Kooperation mit dem sh:z in Flensburg und dem Zeitungsverlag Schwerin eine umfassende Neuaufstellung aller Abläufe und ein kompletter Umbau der Redaktionsetage in Pinneberg. Holger Hartwig (44), als Chefredakteur redaktionell verantwortlich für alle Publikationen des Pinneberger Medienunternehmens: „Wir werden mit der Neuaufstellung eine bessere Ausrichtung der Inhalte auf die Lebenswelt der Menschen im Muskelgürtel von Hamburg erreichen.“ Grundlage sei ein vernetztes Denken und Arbeiten. Dafür sei mit dem Media-Cockpit räumlich und organisatorisch eine Steuerungseinheit geschaffen worden, die die Inhalte für die Zeitungen und Digitalangebote plane und beispielsweise dafür sorge, dass die Mantelseiten „tagesaktuell deutlich mehr mit den lokalen und regionalen Inhalten verzahnt werden“, sagt Hartwig.

Neu sei auch, dass über das Media-Cockpit alle Inhalte für alle Produkte des Medienhauses geplant und umgesetzt werden. Hartwig: „Wir haben die Trennung zwischen den Redaktionen der Tages- und Wochenzeitungen aufgehoben. Damit wollen wir erreichen, dass unsere Produkte aus einem Guss sind und eine große Reichweite erzielen.“ So seien die Wochenzeitungen gute Werbebotschafter für den Kauf einer unserer Tageszeitungen. Gleiches gelte für das Digitalangebot, denn auch dieser Produktkanal zahle auf den Markennamen der Tageszeitung und des Verlags ein. Hartwig: „In Zeiten sinkender Tageszeitungsauflagen ist es wichtig, alle Möglichkeiten, die Menschen in einem Verbreitungsgebiet zu erreichen, optimal auszuschöpfen.“

Für Paul Wehberg (36), Geschäftsführer des Medienhauses A. Beig, ist der eingeschlagene Kurs mit Blick auf die langfristigen wirtschaftlichen Perspektiven des Unternehmens wichtig: „Eine vernetzt arbeitende Redaktion stellt sicher, dass für alle Produkte die beste Qualität geliefert werden kann. Das stärkt die Position als Informationslieferant Nummer eins für die Menschen in der Region und schafft damit die Basis, auch im Werbeverkauf für die Zukunft gerüstet zu sein.“

Als ein gelungenes Beispiel nennt Wehberg die Aufwertung des Sonntagsanzeigenblattes zum „tip – Tageblatt am Sonntag“. Das Produkt, das seit September 2012 in Inhalt und Optik als siebte Ausgabe der Tageszeitung positioniert wurde, wird in mehrere tausend sogenannte Werbeverweigerer-Haushalte verteilt. Wehberg: „Das Produkt wird auch von dieser kritischen Lesergruppe gut angenommen und ergänzt damit unsere Tageszeitungen perfekt.“

Der Geschäftsführer kündigte an, weiter in die redaktionelle Qualität investieren zu wollen. Nächster Schritt sei, die Hamburg-Berichterstattung besser auszustatten. Dabei gehe es auch darum, gezielt für die vielen morgendlichen Einpendler Inhalte in Print und Digital zu schaffen. „Die Arbeitswelt und das Freizeitverhalten im Umland sind mit der Metropole Hamburg untrennbar verbunden, aber der Blickwinkel ist ein eigener. Dem stellen wir uns.“

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