Marseille-Kaserne für große und kleine Zivilisten geöffnet

<strong>Zeitreise zu einem Biwakplatz der 1980er Jahre: </strong>(von links) Oberstabsfeldwebel Andree Zipfel, Fähnrich Bennet Haker, Hauptfeldwebel Thorsten Göpfert, Oberregierungsrat Martin Brehl und Oberst Klaus Kuhle (stehend) sind nur einige der zahlreichen  Ausstellungsmitarbeiter. <foto>Jankowski</foto>
Zeitreise zu einem Biwakplatz der 1980er Jahre: (von links) Oberstabsfeldwebel Andree Zipfel, Fähnrich Bennet Haker, Hauptfeldwebel Thorsten Göpfert, Oberregierungsrat Martin Brehl und Oberst Klaus Kuhle (stehend) sind nur einige der zahlreichen Ausstellungsmitarbeiter. Jankowski

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09. August 2013, 03:14 Uhr

Appen | In der Marseille-Kaserne wird heute groß gefeiert: In diesem Jahr zelebriert die Unteroffizierschule der Luftwaffe (USLw) in Appen ihr 25-jähriges Bestehen und öffnet dafür auch ihre Tore für große und kleine Zivilisten. "Bundeswehr zum Anfassen" inklusive der Möglichkeit, ein Transall-Transport-Flugzeug zu besichtigen, gibt es am heutigen Familientag für alle Interessierten von 13 bis 18 Uhr - gefolgt vom öffentlichen Hallenfest mit regionalen Bands.

Rechtzeitig zum Familientag eröffnete Oberst Klaus Kuhle, Kommandeur der Unteroffizierschule, gestern auch eine Ausstellung auf dem Kasernengelände und ebnete damit den Weg zur Zeitreise durch die Geschichte vom Bau der Kaserne im Jahr 1936 über die Eröffnung der Unteroffizierschule am 1. Juli 1988 bis heute.

"25 Jahre, man feiert, aber es gehört auch die Erinnerung dazu", sagte Kuhle während der Eröffnung. Anschaulich werden Gegensätze von "damals und heute" anhand von Gegenständen aus dem Luftwaffen- und Bundeswehralltag gezeigt.

Zahlreiche Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus den Anfangszeiten der Kaserne sind zu sehen. Pin-up-Girls der 1950er Jahre räkeln sich in den Original-Schränken. Uniformen vom Grau der 1950er übers Olivgrün der 1980er bis zum Camouflage-Modell von heute zeigen den Wandel. Dem originalgetreuen Biwakplatz eines Soldaten in den 1980ern mit Feldfernsprecher und Lagerfeuer hängen Bilder des Lagerlebens während eines Afghanistan-Einsatzes von 2007 gegenüber - mit Einsatz von GPS-Geräten und Leben in Containern.

Für die Ausstellung haben sich Oberregierungsrat Martin Brehl und seine zahlreichen Helfer, darunter auch Polizeihauptkommissar Hauke Heidecke aus Moorege, richtig ins Zeug gelegt. "Es war viel Arbeit und ist gut gelungen", kommentierte der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann die Ausstellung, der ebenso wie der stellvertretende Kreispräsident Dietrich Anders sowie weitere Vertreter aus der Politik zur Eröffnung erschienen war.

Auch die zirka 100 ehemaligen Kommandeure, Einheitsführer, Ausbilder und Spieße, die zum gestrigen Ehemaligentreffen der Unteroffizierschule der Luftwaffe angereist waren, besuchten die Ausstellung auf ihrem Kasernenrundgang. Die Ausstellung wird auch nach dem heutigen Familientag für Gruppen nach Terminvergabe unter Telefon (0 41 22) 9 86 22 01 zu besichtigen sein.

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