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Tangstedt : Markus-Kita mit „Beta-Gütesiegel“ ausgezeichnet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Pädagogik-Konzept ist komplett überarbeitet worden.

Tangstedt | Geschafft: Nach gut vier Jahren intensiver Vorbereitungen hat der evangelische Markus-Kindergarten in Tangstedt ein Audit absolviert und erhält im Februar das begehrte Qualitäts-Zertifikat „Beta-Gütesiegel“. Federführend bei der Umsetzung war Erzieherin Jutta Hahn-Viering, unterstützt wurde sie von ihrem Kollegen Matthias Frank und dem Team.

„Die Wurzeln des Vorhabens reichen zurück bis ins Jahr 2000, als wir nach einer Fortbildung feststellten, dass das Thema Qualitätsmanagement auch für uns wichtig ist“, berichtet Kita-Leiterin Magitta Wallschläger. Die ersten Schritte zur tatsächlichen Einführung von Standards und der Erarbeitung einer Konzeption starteten 2012. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage „Was brauchen Kinder für die Zukunft?“.

Das Team machte sich daran, die Pädagogik der Einrichtung zu überdenken. „Herausgekommen ist ein Konzept, das gruppenübergreifende Funktionsräume vorsieht“, erläuterte Hahn-Viering. Vier davon sind jeden Tag geöffnet: Das Atelier, der Bauraum, ein Zimmer für Rollenspiele sowie der Bewegungsraum. „Darüber hinaus werden zu bestimmten Zeiten oder für Projekte der Musikraum, der Raum für kleine Forscher, die Bücherei, die Werkstatt und der Klangraum geöffnet“, erklärte die Pädagogin. Zusätzlich stünden das Außengelände und die Sporthalle der Grundschule zur Verfügung.

„Die Kinder wählen selbst aus in welchem Raum sie ihre Zeit von 9.15 bis 11.30 Uhr verbringen möchten“, beschrieb Hahn-Viering das Konzept. Auch ein Wechsel sei innerhalb dieser Zeit möglich. „Es ist uns wichtig, dass die Kinder ihre Stammgruppen und Bezugserzieher haben“, betonte Hahn-Viering. Dass die Kinder zwischen den Bildungsangeboten wählen dürften, eröffne jedoch ganz neue Möglichkeiten. „Wir haben für jedes Kind einen sogenannten Könner-Kasten. Jeder Erzieher schreibt auf, was das Kind besonders gut kann und legt den Zettel dort hinein“, erklärte die Erzieherin. Daraus könnten dann pädagogische Konzepte entwickelt werden, die ganz individuell auf das Kind zugeschnitten seien.

„Wir wollen positiv stärken“, sagte dazu Wallschläger. Es sei wichtig, dass die Kinder lernten, sich in den Bereichen, in denen sie Hilfe benötigten, diese selbstständig zu holen. „Wir wollen nicht funktionierende, sondern denkende Kinder“, betonte die Leiterin, die die Erzieher als Lernbegleiter bezeichnete. „Unsere Team-Mitglieder haben unterschiedliche Schwerpunkte: Sprache, Musik, Bewegung, Klang, künstlerische Gestaltung, Natur- und jeder trägt dazu bei, dass das Kind sich bestmöglich entwickeln kann“, führte Hahn-Viering weiter aus. Eine weitere Besonderheit des Tangstedter Kindergartens sei, dass dort drei männliche Erzieher arbeiteten.

Dank der Großzügigkeit der Gemeinde sei die Einrichtung sehr gut ausgestattet, und auch der Träger, das Kita-Werk Hamburg-West/Südholstein, habe bei der Zertifizierung unterstützt. „Das Audit war der Abschluss des Grundgerüsts der Qualitäts-Sicherung“, erklärte Hahn-Viering weiter. Das Konzept werde von nun an ständig überarbeitet und weiterentwickelt und alle drei Jahre einer erneuten Prüfung unterzogen. „Es erleichtert beispielsweise auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiter“, merkte Wallschläger als Zusatz-Nutzen an. Das entstandene Werk sei ein Ergebnis des gesamten Teams: „Es ist ein tolles Gefühl, das geschafft zu haben.“

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