Betreuungsplätze : Markus-Kindergarten in Tangstedt wird vergrößert

Bereits vor einigen Jahren hatte der Tangstedter Kindergarten einen Anbau erhalten, der damals deutlich teurer wurde, als erwartet worden war.
Bereits vor einigen Jahren hatte der Tangstedter Kindergarten einen Anbau erhalten, der damals deutlich teurer wurde, als erwartet worden war.

Schulausschuss stimmt für Erweiterung. Ideenwettbewerb beantragt.

shz.de von
08. März 2018, 12:30 Uhr

Tangstedt | Der evangelische Markus-Kindergarten der Gemeinde Tangstedt soll erweitert werden. Darüber sind sich die Politiker des Ausschusses für Schule, Sport, Kultur und Soziales während ihrer jüngsten Sitzung einig gewesen. Damit reagiert die Gemeinde auf den hohen Bedarf an Betreuungsplätzen.

Doch über die genaue Umsetzung der Erweiterung gab es noch Unklarheiten. Die Frage, ob ein Anbau oder ein neues Nebengebäude entstehen soll, ließen die Politiker zunächst offen. Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder dafür, dass ein Planer für das Projekt des Erweiterungsbaus beauftragt werden soll. Des Weiteren soll es einen Ideenwettbewerb geben, bei dem mehrere Architekten ihre Vorschläge vorstellen können.

Dieser Entscheidung und der Ausschusssitzung ging eine Besprechung zwischen Bürgermeisterin Henriette Krohn (parteilos), Kita-Werk Geschäftsführer Andreas Brenner, Pastorin Iris Finnern, Thomas Gröber (SPD), Kita-Leiterin Petra Sommerfeld-Behrens sowie Annette Kullat vom Amt Pinnau voraus. Gegenstand war das Betreuungsproblem der Gemeinde. „Dabei ist herausgekommen, dass ein Nebengebäude laut Kita-Werk wohl kaum genehmigungsfähig wäre. Wenn eine Einheit weiter außen gebaut wird, würde das erheblich mehr Aufwand für das Personal bedeuten“, berichtete Gröber aus dem Gespräch.

Anbau wird empfohlen

Kita-Werk Geschäftsführer Brenner empfehle ganz klar einen Anbau. „Wenn eine Erzieherin erkrankt, muss aus dem Hauptgebäude immer eine aushelfen. Das geht zu Lasten der Erzieher im Hauptgebäude. Sollten mehrere Erzieher gleichzeitig erkranken, kann dies zu Einschränkungen oder gar Gruppenschließungen führen“, heißt es in der Beschlussvorlage, die das Gespräch protokolliert. Wären alle Gruppen in einem Gebäude, sei die Vertretungsregelung sehr viel einfacher zu handhaben.

Dem widersprach Hermann Ahrens (CDU). Einen Anbau an den Kindergarten halte er für zu kurzsichtig. „Das Gebäude ist jetzt schon extrem verschachtelt, und beim letzten Mal hieß es bereits, dass dies der letzte Anbau sein soll“, begründete er seinen Einwand. Er zweifelte die Haltbarkeit dieser Baumaßnahme an: „Wie lange soll das denn halten? Brauchen wir in fünf Jahren wieder den nächsten Anbau?“, fragte er in die Runde. Des Weiteren stellte die CDU-Fraktion den Antrag für einen Ideenwettbewerb. Dem stimmte Detlef Goos zu: „Ich halte einen Wettbewerb für dieses Vorhaben für sehr sinnvoll.“

Momentan Platz für 15 Krippen- und 70 Elementarkinder

Im Markus-Kindergarten werden momentan 15 Krippen- und 70 Elementarkindern Betreuungsplätze angeboten. Doch den Politikern ist schon seit einiger Zeit bekannt, dass der Bedarf sehr viel höher ist. Laut Einwohnermeldeamt sind 51 Krippenkinder im Alter von null bis drei Jahren sowie 68 Elementarkinder im Alter von drei bis sechs Jahren in der Gemeinde gemeldet. Eine Krippengruppe darf mit zehn Kindern im Alter von null bis drei Jahren, eine Elementargruppe mit 20 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren belegt sein. Eine Familiengruppe hat mit fünf Krippen- und zehn Elementarkindern ein Maximum erreicht.

Bauherr ist die evangelische Kirchengemeinde Rellingen. Die Bauabteilung des Kita-Werks wird nun von der Kirche beauftragt, die Kosten ermitteln zu lassen.

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