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350.000 Euro : Marketing: Zahlt die Stadt weiter?

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Verwaltung will das City-Management in Pinneberg bis 2019 mit Zuschüssen von insgesamt 350.000 Euro unterstützen. Der Finanzausschuss berät darüber am Donnerstag.

Pinneberg | Ende 2014 läuft der Zuschussvertrag zwischen der Stadt Pinneberg und dem Verein Stadtmarketing/Citymanagement aus. 300.000 Euro wird die Kreisstadt dann in die Arbeit des Vereins gesteckt haben. Der Finanzausschuss berät morgen über eine Fortsetzung der Förderung bis 2019. Dem City-Management soll so frühzeitig Planungssicherheit gewährt werden. Die jährliche Summe soll aber schrittweise reduziert werden.

2015 würden nur noch 80.000 Euro bereitgestellt werden, 2016 dann 75.000 Euro und 2017 erhielte der Verein 70.000 Euro. Für die Jahre 2018 und 2019 sehen die Planungen der Stadt 65.000 beziehungsweise 60.000 Euro an Mitteln vor. Laut Vorlage soll die Höhe der Zuschüsse mit dem Stadtmarketing abgesprochen worden sein und eine Fortsetzung der Arbeit ermöglichen, ohne das Projekte gestrichen werden müssten. Langfristig soll das Citymanagement auf eigenen Füßen stehen, sich durch Mitgliedsbeiträge finanzieren. Laut Vorlage hänge die Bereitschaft zum Engagement aber auch von einer gesicherten Zukunftsplanung ab. Dies betont auch Werner Mende, Chef der FDP und selbst Mitglied im Verein: „Nur durch Kontinuität in der Arbeit können wir die Mitgliederzahlen weiter steigern.“ Mende will das Stadtmarketing daher weiter fördern. Sein Kollege Uwe Lange von den Bürgernahen ist anderer Meinung. „Angesichts der finanziellen Situation der Stadt sind wir der Ansicht, dass wir den Verein nicht mehr unterstützen können.“ Dies sei aber kein Zeichen mangelnder Wertschätzung für das Stadtmarketing. Die beiden größten Fraktionen wollen die Verlängerung zumindest nicht einfach so abnicken. Angela Traboldt, Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten sieht auf jeden Fall noch Beratungsbedarf: „Wir müssen die momentane Haushaltslage bedenken.“ Andreas Meyer (CDU) sagt: „Grundsätzlich wollen wir den Verein weiter bezuschussen“ Die Christdemokraten legen allerdings Wert darauf, dass in dem neuen Vertrag, den Bürgermeisterin Urte Steinberg aushandeln soll, konkretere Ziele für das Stadtmarketing festgelegt werden. „Feste und Veranstaltungen sind prima, aber wir müssen über das Leerstandsmanagement reden.“ Manfred Stache (Grüne & Unabhängige) betont, seine Fraktion wünsche sich, dass die Arbeit des City-Managements fortgeführt werde. Über eine weitere Reduzierung der Zuschüsse müsse aber möglicherweise nachgedacht werden.

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erstellt am 12.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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