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Künstlerin, Managerin und Lehrerin : Marianne Elliott-Schmitz - das Kunsthaus Schenefeld ist „ihr Kind“

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Vor 26 Jahren eröffnete die Institution.

Schenefeld | Das Schenefelder Kunsthaus ist die größte private Kunstschule in Schleswig-Holstein und Hamburg. Marianne Elliott-Schmitz (63) eröffnete die Schenefelder Institution vor 26 Jahren. Die Idee für die Schule entwickelte sie, um ihrer damals neunjährigen Tochter Johanna das Malen beizubringen. Doch wer bringt eigentlich den anderen Kindern das Malen bei? Ausgehend von dieser Frage begann die Erfolgsgeschichte des Kunsthauses. Die aus einer Malerfamilie stammende Elliott-Schmitz begleitete zahlreiche Künstler in ihrer Entwicklung. Führende Köpfe des Kunstkreises zählten dazu genauso wie viele weitere bekannte Künstler aus dem Kreis Pinneberg und aus Hamburg. „Meine Philosophie ist, dass jeder Malschüler gut ausgebildet werden sollte, um auf diese Weise seinen eigenen künstlerischen Weg zu gehen“, sagt Elliott-Schmitz.

Die gebürtige Venezolanerin schult Menschen allen Alters in der Malerei- und Zeichentechnik: Hobbykünstler werden in ihrer Entwicklung genauso seriös begleitet wie Künstler, die in den offenen Atelierzeiten arbeiten. Viele, etwa 40 Kreative, haben sich im Kunsthaus erfolgreich auf ihre Aufnahmeprüfungen an Kunstakademien vorbereitet.

Die Kindheit und Jugend der Malerin prägten unterschiedlichste Eindrücke. Die Schenefelderin wuchs bis zu ihrem 13. Lebensjahr in den Anden auf und fing dort – unter der Anleitung ihres Onkels – bereits sehr früh an, Pflanzen und Katzen abzuzeichnen. Sie wuchs multikulturell auf, spricht Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch. Das Talent für die Malerei liegt in ihren Genen. Schon ihre aus den Niederlanden stammende Mutter sei „eine sehr gute Zeichnerin“, ihr Vater Maler gewesen. Das Kunsthaus bezeichnet die Malerin als „ihr Kind“. Gemeinsam mit erfahrenen Künstlern, Dozenten und Pädagogen unterrichtet Marianne Elliott-Schmitz nach bewährtem Konzept. „Wir fördern die eigene Kreativität der 500 Kursusteilnehmer und bieten in den großzügigen Ateliers den Raum, um diese auszuleben und eigene künstlerische Ausdrucksformen zu finden“, erläutert sie. Das Grundkonzept für ihr kleines Wirtschaftsunternehmen kreierte die Mutter von zwei erwachsenen Kindern früh. Es hat sich nach ihren Worten bewährt, dass die heute dort tätigen Maldozenten bei ihr ausgebildet wurden. Das wichtigste sei, dass den Kursusteilnehmern das Zeichnen und Malen Spaß bringe.

Die Schulleiterin entwickelte das Kunsthaus zu einem Ort der kulturellen Begegnungen in Schenefeld. Bis zu 200 Besucher schauen häufig bei den mehrfach im Jahr veranstalteten Ausstellungen vorbei. 16 Dozenten unterrichten parallel in drei Räumen sowie der angeschlossenen Goldschmiedewerkstatt in Malerei, Zeichnen, Fotografie, Computergrafik, Druckgrafik, Buchbinden, Goldschmieden und Holz- und Möbelgestaltung.

Elliott-Schmitz ist seit Ende der 1970er Jahre Mitglied im Kunstkreis Schenefeld. „Das Kunsthaus ist mit den anderen Kultur-Häusern und Kreativen gut vernetzt“, freut sich Elliott-Schmitz. Schenefeld sei für Kreative attraktiv, weil es zahlreiche Angebote gibt. Ein Künstler, der ein Atelier in Schenefeld sucht, habe es allerdings nicht leicht. Die teuren Mieten für Gewerbeflächen seien für Künstler problematisch.

Die durch etliche Atelierhospitanzen geschulte Elliott-Schmitz studierte unter anderem in Venezuela Kunst bei Professor Rafael Requena und veranstaltete zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Sie agiert heute mehr als Dozentin und Managerin, anstatt ihre eigene Kunst auf Ausstellungen zu präsentieren. „Ich habe eine große Leidenschaft für das Unterrichten“, sagt sie. Es sei nicht möglich, eigene Arbeiten auszustellen sowie zugleich als Dozentin und Managerin im Einsatz zu sein. „Meine Kreativität drücke ich anders aus und teile sie mit meinen Schülern“, bilanziert die Malerin.

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