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Einführung : Manfred Brandt ist neuer Schulleiter

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium sucht nun noch Stellvertreter.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2017 | 16:00 Uhr

Quickborn | Nun ist es offiziell: Gestern Nachmittag ist Manfred Brandt in sein Amt als neuer Leiter des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG) und Nachfolger von Angelika Lahrs eingeführt worden. Auf den Geisteswissenschaftler mit einem Doktor in Erziehungswissenschaften kommt damit möglicherweise auch die Aufgabe zu, seine Schule zum Abitur in neun Jahren zurückzuführen, wenn sich die Schulkonferenz für diesen Weg entscheidet.

In seiner Antrittsrede bezeichnete der 53-Jährige, der in seiner Heimatstadt Hamburg außer Pädagogik auch Deutsch und Philosophie studiert hat, Schule als eine „geniale Erfindung“ und die „wichtigste Institution in unserer Gesellschaft“, unabdingbar in einer Demokratie. Er verzichtete auf die Formulierung persönlicher Zielvorgaben, machte keine Versprechungen und stellte keine Agenda für die kommenden Jahre auf. Wohl aber erinnerte er an die Statuten des Gymnasiums, die auf den Säulen Respekt, Verantwortung und Achtsamkeit aufgebaut seien. „Sie sind unter anderem der Grund, warum ich so gern und in dieser Position an der Schule bleiben wollte.“

Brandt ist seit 1995 am DBG. Für Annette Lutter vom Kieler Bildungsministerium nicht unbedingt die ideale Voraussetzung. „Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich grundsätzlich eher eine Außenbewerbung begrüße“, sagte sie vor Bürgermeister Thomas Köppl (CDU), dem Leiter des Fachbereichs Bildung im Quickborner Rathaus, Burkhard Arndt, Vertretern der Eltern- und Schülerschaft sowie des Kollegiums. Ein frischer Blick von außen komme der Entwicklung einer Schule zugute.

Dagegen könne die Ernennung eines ehemaligen Kollegen zum Chef falsche Hoffnungen wecken und auf der anderen Seite zu Befangenheit führen. „Sie müssen sich bewusst machen, dass ein Schulleiter im Zweifel auch unangenehme Entscheidungen zu treffen hat, weil er das Ganze im Blick haben muss“, sagte sie. Den Spagat traut sie dem neuen Mann an der DBG-Spitze allerdings absolut zu. „Empathie, Wertschätzung, Loyalität und die Bereitschaft zur Kooperation sind die Voraussetzung dafür, dass Schule gelingt und Spaß macht. Das funktioniert am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium sehr gut.“ Sie sei sicher, Brandt verfüge über ausreichend Erfahrung und werde souverän mit den möglichen Gefahren umgehen werde.

Quickborns Verwaltungschef ist zufrieden mit der Wahl. „Herr Brandt hat Spaß an Schule. Das spürt man, und das ist eine gute Voraussetzung dafür, dass er aus den Steinen, die ihm in den Weg gelegt werden, etwas Schönes bauen kann“, sagte Köppl. Erste Bewährungsprobe könnte die neue Positionierung der Schule vor dem Hintergrund veränderter politischer Vorgaben werden. Bis Februar muss sich auch das DBG entscheiden, ob es beim Abitur in acht Jahren bleibt. „Die Entscheidung liegt am Ende bei der Schulkonferenz, aber die Signale, die ich derzeit wahrnehme, deuten auf G9 hin“, sagte Brandt am Rande der Veranstaltung.

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