Mandatsverzicht zum Wohle der CDU-Fraktion

Bernd Hinrichs (von links) hat sein Ratsmandat abgegeben. Jetzt rückt Florian Kirsch nach, der auch den CDU-Fraktionsvorsitz übernimmt und bei seiner Arbeit von Carl-Eric Pudor unterstützt wird.
Bernd Hinrichs (von links) hat sein Ratsmandat abgegeben. Jetzt rückt Florian Kirsch nach, der auch den CDU-Fraktionsvorsitz übernimmt und bei seiner Arbeit von Carl-Eric Pudor unterstützt wird.

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24. Mai 2018, 11:13 Uhr

Nein, er sei nicht überredet worden, sagt Bernd Hinrichs (CDU). „Es ist meine Entscheidung.“ Ihm gehe es darum, dass die erfolgreiche Fraktionsarbeit der CDU kontinuierlich weitergeführt werde. Er bleibe in der Fraktion und im Sozialausschuss. Klare Worte: Wie berichtet, hatte der 69-Jährige sein Ratsmandat abgegeben, damit Florian Kirsch nachrücken und den Posten des Fraktionsvorsitzenden wieder übernehmen kann.

Hinrichs stellte nun während einer von der CDU anberaumten Pressekonferenz klar: „Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, was es für uns bedeutet, wenn wir keine Lösung finden.“ Zudem habe es keinen anderen Kandidaten für den Posten des Fraktionsvorsitzenden gegeben. „Wir haben viele Gespräche in der Fraktion geführt. Niemand ist bedrängt worden“, sagt Carl-Eric Pudor, der zusammen mit Michaela Romstöck zum Fraktionsvorstand gehört. Worüber sich Kirsch besonders freut: „Alle haben geschlossen gesagt: Wir wollen Kirsch als Fraktionsvorsitzenden.“

Mit Kirsch, der in der Unteroffiziersschule der Luftwaffe Appen als Ausbilder und Hörsaalleiter tätig ist, will die Pinneberger CDU auch der Jugend ein Tor öffnen. „Kirschs gute Kontakte zur jungen Union haben dazu geführt, dass wir eine Reihe von jungen Leuten für die Fraktionsarbeit gewinnen konnten“, sagt Hinrichs. Deswegen seien die jungen CDU-Mitglieder auch nicht gefragt worden, ob sie auf ihr Mandat verzichten. „Das wäre der falsche Weg gewesen“, sagt Kirsch. Diese wollten jetzt Verantwortung zeigen.

Aber es gibt noch einen anderen Punkt, den Hinrichs an Kirsch sehr schätzt. Er habe der Fraktion die Tür zur digitalen Welt geöffnet: von der Benutzung eines Beamers während der Sitzungen bis über die Verbreitung von Beschlüssen auf Facebook.

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