zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 13:11 Uhr

Man zeigt, was man hat

vom

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | "So ein Garten ist die Visitenkarte eines Hauses" - Ines Kollar weiß ihren Garten zu schätzen. Die Frau aus Pinneberg beteiligt sich mit ihrem Mann am Aktionswochenende "Offener Garten". Am Sonnabend, 15. Juni, und Sonntag 16. Juni, können Interessierte deren "Visitenkarte" besichtigen. Kollar ist eine von neun Teilnehmern im Kreis Pinneberg, die für die Aktion ihren Garten für Besucher öffnen.

Kollar zeigt bereits zum vierten Mal ihren Garten der Öffentlichkeit. Auf 250 Quadratmetern hat sie mehrere Naturräume geschaffen. "Wir haben viele Nieschen mit Sitzgelegenheiten auf relativ kleinen Raum geschaffen", sagt die 57-Jährige. Besucher könnten bei ihr nicht nur Fachgespräche führen, sondern auch gemütlich verweilen. "In den letzten Jahren sind durch die Aktion Kontakte entstanden. Wir konnten wahnsinnig nette Gespräche führen." Kunstinteressierte kommen bei Kollar ebenfalls auf ihre Kosten. Die Künstlerin zeigt am Aktionswochenende Skulpturen und andere Werke.

Heike Merten aus Ellerhoop macht zwar zum ersten Mal beim "Offenen Garten" mit, zeigt ihr Grundstück aber nicht erstmalig der Öffentlichkeit. In einem Weblog schrieb sie über die Neuigkeiten ihres Neubaus und hielt Freunde und Bekannte mit einem "Bau-Tagebuch" auf dem Laufenden. Der Höhepunkt in ihrem Garten ist ein Schwimmteich. "Wir haben uns selbst viel inspirieren lassen. Jetzt wollen wir zeigen, dass ein Schwimmteich gar kein Hexenwerk ist", so Merten.

Kristiane Mohr-Mueller öffnet seit 2005 ihren Garten zum Aktionswochenende der Öffentlichkeit. Der Garten der Kummerfelderin besteht aus zwei Teilen: zum einen der Bauerngarten mit Stauden, Gemüse und Buchsbaum hecken, zum anderen ein Teil mit vielen Rhododendren. Etwa 300 Besucher seien es im vergangenen Jahr gewesen, die aus- und eingegangen sind. Mittlerweile habe sie Gäste, die schon mehrere Jahre zur ihr nach gekommen seien. Diese kämen nicht nur aus der Region, sondern auch von weiter weg. "Wir hatten schon Gäste aus Bremen und Berlin", sagt Mohr-Mueller. Die Aktion habe sich mit den vergangenen Jahren ein wenig aufgelockert. "Früher haben die Besucher noch bei mir an der Tür geklingelt und gefragt, ob sie sich den Garten ansehen dürfen. Heute wissen die meisten schon, wie die Aktion abläuft. Langsam habe sich eingebürgert, dass die Leute dann einfach hereinspazieren. So soll das ja auch sein."

"Gartenfreunde tauschen sich ständig aus. Der Dreh ist, dass man sich auf einen bestimmten Termin einigt", sagt Carmen Szadzik vom Organisationsteam der Aktion. Etwa bei 90 Prozent der Offenen Gärten sei der Eintritt frei. In Schleswig-Holstein gibt es die Aktion seit 13 Jahren. www.offenergarten.de

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen