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Ausstellung : Malermeister trifft auf HSV-Fan

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der eine fotografiert Bands, der andere zeichnet sie. Kunstverein Quickborn macht daraus eine spannende Werkschau.

Quickborn | Sie heißt schlicht „On stage“ und bringt zwei Künstler zusammen, die bislang noch nicht gemeinsam gearbeitet, geschweige denn ausgestellt haben: Die neue Werkschau des Quickborner Kunstvereins ist dem Fotografen Miroslav Menschenkind und dem Zeichner Meinhard Raschke gewidmet. Was beide verbindet? „Es geht um Musikgeschehen“, sagt Kurator und stellvertretender Vereinsvorsitzender Edwin Zaft (Foto).

Menschenkind und Raschke arbeiten im Konzertgraben, am Rand einer kleinen Bühne, in Clubs, Musikkneipen, Arenen. Es sind Orte großer Emotionen, entfacht von Pop, Rock oder Jazz – eine Welt voller energiegeladener Kreativität, die die Künstler mit ihren unterschiedlichen stilistischen Mitteln sichtbar machen. Der Kunstverein vereint sie – nicht nur in Gestalt ihrer Kunst, sondern auch persönlich. Miroslav Menschenkind und Meinhard Raschke sind dabei, wenn die Ausstellung am Freitag, 23. Juni, um 19 Uhr im Quickborner Atelier des Kunstvereins, Kieler Straße 149, eröffnet wird. Der Quickborner Trommler Andi Rohde steuert an diesem Abend die Musik bei und lässt sich portraitieren.

Am Anfang seiner künstlerischen Karriere hat Miroslav Menschenkind Boxkämpfe und Fußballspiele fotografiert. Von ihm stammt der 2009 erschienene Bildband „Hamburg Away“ über die HSV-Fanszene. Dann wechselte er das Feld, widmete sich bevorzugt der Musikfotografie und lichtete inzwischen mehr als 1000 Bands und Künstler auf, vor und hinter der Bühne in Schwarz-Weiß ab. Er hatte ZZ Top vor der Linse, Depeche Mode, den genialen Liam Gallagher oder den großartigen Robbie Williams.

Wenn der Zeichner Meinhard Raschke, im Hauptberuf Malermeister, unterwegs ist, hat er immer einen Stift und ein Blatt Papier dabei. In seinen abstrakten Bildern komponiert er Gesichter, Gesten, Körperhaltungen, Alltagsgegenstände und Wörter zu einer Botschaft. Mal ist sie sozialkritisch, mal ist es schlicht eine Liebeserklärung zum Beispiel an die Musik. Dem Flamenco-Gitarristen und Jazz-Bassisten Uwe Bruns oder dem Jazz-Saxofonisten Tadeuzs Jakubowski hat er auf diese Weise ein Denkmal gesetzt. Die Ausstellung ist nach der Vernissage am Sonnabend, 24. Juni, von 14 bis 18 Uhr, sowie am Sonntag, 25. Juni, von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

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erstellt am 14.Jun.2017 | 12:00 Uhr

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