Malen als Integrationsprojekt

Kunst bedeutet ihnen viel: Ashot Martirosyan (von links), Elke Münchow, Valid Erat, Sabine Carolus und Aydin Stresemann
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Kunst bedeutet ihnen viel: Ashot Martirosyan (von links), Elke Münchow, Valid Erat, Sabine Carolus und Aydin Stresemann

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21. April 2016, 11:09 Uhr

Mittwochabend im Maltreff des Pinneberger Geschwister-Scholl-Hauses (GSH): Konzentriert bringen drei junge Künstler mit Pinseln und Stiften unterschiedliche Motive auf Leinwände oder Papier. Die bereits fertiggestellten Werke aus den vergangenen Wochen offenbaren ein ausgezeichnetes Talent und Vielseitigkeit.

Der Maltreff im Jugendzentrum wird mittwochs von 17 bis 18.30 Uhr von drei ehrenamtlichen Betreuerinnen angeleitet. Interessenten jeden Alters können vorbeischauen. „Für die Teilnehmer bedeutet die Kunst Entspannung“, erklärt Betreuerin Sabine Carolus. Außerdem ist sie ein Mittel, sich auch ohne Sprache ausdrücken zu können. Teilnehmer wie Ashot Martirosyan gehören zum festen Kern der Gruppe. Er habe sich das Zeichnen in seiner Heimat Armenien selbst beigebracht. „Ich male gerade mein erstes Bild mit Acrylfarbe“, sagt er. Valid Ehrar träumt von einer eigenen Kunstausstellung. In Afghanistan studierte er Kunst und bekam von der Hochschule für bildende Künste in Hamburg ein Stipendium zum Fortführen seines Studiums zur Verfügung gestellt. Ein weiterer Teilnehmer ist Aydin Stresemann (17). Am liebsten malt er Menschen, Tiere und Landschaften. Im Juli ist eine gemeinsame Ausstellung geplant. Gern gesehen sind Materialspenden wie Leinwände oder Farben, um das Projekt weiterzuführen. Spenden können per E-Mail an malkreis_pinneberg@outlook.com angekündigt werden.

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