Nach dem 35-Millionen-Euro-Schock in Pinneberg : Mahnende Worte der Schulleiter

Wie andere Pinneberger Bildungseinrichtungen sanierungsbedürftig: Die Grund- und Gemeinschaftsschule im Quellental.
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Wie andere Pinneberger Bildungseinrichtungen sanierungsbedürftig: Die Grund- und Gemeinschaftsschule im Quellental.

Die Politik entscheidet über einen Sanierungsplan für die Schulen. Die Rektoren sehen aktuell nur einen "Minimalkonsens"

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21. Januar 2014, 12:00 Uhr

Eine Gesamtverschuldung von rund 100 Millionen Euro. Dazu marode Schulen, die für rund 35 Millionen Euro saniert werden müssen. Pinneberg steckt gewaltig in der Klemme. In einer offiziellen Stellungnahme loben die Schulleiter Bemühungen, Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten – und künftig planvoller zu investieren. Aber sie finden auch mahnende Worte. Der vorgelegte Sanierungsplan, der bis ins Jahr 2017 reicht, sei „nur als Minimalkonsens zu verstehen“, so Uta Holst-Timm, Sprecherin der Pinneberger Schulleiterkonferenz.

Holst Timm, die die Johann-Comenius-Schule in Thesdorf leitet, weist im Namen aller Rektoren darauf hin, dass die Anforderungen an die Bildungseinrichtungen in den vergangenen Jahren gestiegen seien. So sichere das Gebot der Inklusion jedem Kind zu, in einer Regelschule unterrichtet zu werden. Aktuelle Raumprogramme nähmen die Herausforderungen eines erhöhten Förderbedarfs nicht angemessen auf.

Der Schulsanierungsplan orientiert sich an einer Prioritätenliste. Investitionen sollen gestaffelt abgearbeitet werden – zunächst die der Dringlichkeitskategorie A. Für Holst-Timm steht fest: „Diese Priorisierung darf nicht den Eindruck erwecken, dass Maßnahmen der Kategorien B und C zu vernachlässigen sind.“ Eine zügige Umsetzung des Sanierungsplans ist zweifellos auch im Interesse der Schüler und Lehrer an Holst-Timms Gemeinschaftsschule. Vorgesehen ist, dort marode Pavillons 2015 durch einen Neubau zu ersetzen. Fakt ist aber auch: Bislang weiß in Pinneberg niemand, ob das Kieler Innenministerium der hoch verschuldeten Stadt weitere Kreditaufnahmen gestattet. Allein für das Jahr 2014 müssen etwa sieben Millionen Euro aufgetrieben werden.

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