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Pinneberger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 21:05 Uhr

Magie und Alltag verschmelzen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pinneberger Autoren veranstalten am 25. Mai eine Lesung zur Ausstellung von Günther Thiersch im Stadtmuseum

Bereits zum zweiten Mal bereichert Margot Drews eine Ausstellung im Stadtmuseum um eine
literarische Komponente. Diesmal liefert Günther Thiersch das Thema. Seine Gemälde, Zeichnungen und Grafiken sind noch bis zum 24. Juni zu sehen. Vor allem spätere Arbeiten des 1986 in Pinneberg gestorbenen Künstlers werden vielfach dem „magischen Realismus“ zugeordnet. Grund genug für den Pinneberger Autorenkreis um Drews, diesen Begriff auf ihre Weise zu interpretieren. Was ihnen dabei aus der Feder geflossen ist, werden die acht Autoren am Sonntag, 25. Mai, um 19.30 Uhr im Stadtmuseum vorlesen. Der Eintritt ist kostenlos. Schon die ganz unterschiedliche Vorgehensweise der Schreiber lässt einen spannenden und unterhaltsamen Abend erwarten. Johanna Kastendieck ließ sich ihre ersten Informationen zum „magischen Realismus“ von Google servieren. Bei ihr hängen geblieben ist vor allem, dass es sich wohl um „Mysteriöses aus dem Alltag“ handle. Das inspirierte sie zu einem Märchen. Klaus Landahl hat seinen Beitrag sogar schon als Leseheft drucken lassen. Es geht darin um ein Rätsel in drei Teilen. „Der Herr der Welt“ betitelt Landahl diese „Geschichte von Robert“.

Margot Drews selbst hat ein wahres Erlebnis zu ihrem Beitrag verarbeitet, genauer gesagt einen bedrückenden Traum, an den sie sich bis ins letzte Detail erinnert. Jens Kraglund gesteht, dass er mit dem Begriff „magischer Realismus“ erstmal gar nichts anfangen konnte. Dann kam ihm aber doch eine passende Geschichte in den Sinn. Darin geht es um Verkleidungen, die man zunächst einfach nur überzieht, die dann aber beginnen, die Persönlichkeit ihres Trägers auf unerklärliche Weise zu verändern.

Sehr gründlich hat sich Joachim Frank mit dem Thema auseinandergesetzt. Dabei wurde ihm klar, wie schwer es einem kühlen mitteleuropäischen Verstand fällt, die im magischen Realismus vorausgesetzte enge Verzahnung von Gewöhnlichem und Magischem überhaupt nachzuvollziehen. Er habe viel experimentieren müssen, beschreibt er seine Einlassung auf die Herausforderung.

Dörte El Sarise will mehrere kurze Beiträge lesen. Darin geht es um so unterschiedliche Banalitäten wie einen Fahrradkauf oder einen denkmalgeschützten Platz, die ganz unvermittelt magische Vorgänge auslösen. Jutta Haar geht in ihrer Arbeit auf Verbindungen von Magie und Krankheit ein. Gisela Moes ist an dem Abend natürlich auch dabei. Wichtig ist es den Autoren, das Publikum in das verwirrende Thema aktiv mit einzubeziehen. Es wird auch ein Quiz mit Preisen geben.



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