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Pinneberger Tageblatt

15. Dezember 2017 | 02:19 Uhr

Halstenbek : Märchenhafte Neujahrsgala

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Konzert des Halstenbeker Kulturkreises im Wolfgang-Borchert-Gymnasium / Hamburger Kammersolisten zu Gast

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 16:00 Uhr

"Zu unserem zehnjährigen Jubiläum wollen wir sie verzaubern", begrüßte Organisator Volker Deising vom Kulturkreis Halstenbek das Publikum der Neujahrsgala in der Aula des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums. Eine märchenhafte Szenerie hatte der Blumenhof Werner Pein dafür geschaffen: Weißglitzernde Winterbäume und Christsterne säumten die Bühne vor dem ausverkauften Saal, in dem Künstlerin Tanja Roll vor Beginn als singende Meerjungfrau Süßes in Muscheln an die Gäste verteilte.

Doch das waren nicht die einzigen Überraschungen des Abends. Das Konzert wurde nicht wie auf den Programmzetteln gedruckt von den Hamburger Kammersolisten begonnen, sondern von der elfjährigen Linea. Deising hörte die Fünftklässlerin beim Weihnachtskonzert des Gymnasiums spielen und engagierte sie sofort für die Eröffnung der Neujahrsgala. Mit Wolfgang Fuchs' gefühlvoll vorgetragener Rockballade „November“ erntete sie Begeisterungsstürme. Auch Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmanns Grußwort bekam großen Applaus von den Kulturliebhabern: Sie kündigte an, dass die übernächste Gala wohl in der neuen Aula mit voraussichtlich 500 Sitzplätzen wird stattfinden können – das Votum über einen Vertrag zum Neubau des Wolfgang-Borchert- Gymnasiums erfolge demnächst. Dann übernahmen die Profimusiker die Bühne. Der erste Programmteil stand ganz im Zeichen von Georges Bizet, gleich mehrere Stücke aus seiner Oper „Carmen“ kamen zu Gehör. Außer dem berühmten Vorspiel zum ersten Akt, das mit seinen lauten Beckenschlägen alle im Saal ordentlich aufrüttelte, sangen die Solisten Ilona Nymoen (Sopran) und Karl Schneider (Tenor) mehrere Arien und ein Duett, bei dem beide Sänger hervorragend harmonierten. Nymoen, die auch noch eine Arie von Guiseppe Verdis „Aida“ sang, wechselte 2012 von der Stimmlage Mezzosopran zu Sopran, was sich deutlich an ihrer wandelbaren Stimme und der weichen, sonoren Tiefe zeigte. Konzertmeister und Violinist Stefan Czermak spielte als Solist das Adagio aus Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert für Violine und Orchester E-Dur mit einer komplizierten Solokadenz und dirigierte während der Einleitung sowie der Schlusscoda mit seinem Bogen das Orchester. Besonders harmonisch war der Auftritt des Ehepaars Wiebke Bohnsack (Querflöte) und Christian Specht (Oboe), die gemeinsam in perfektem Einklang Antonio Salieris Konzert für Flöte und Oboe spielten.

Im zweiten Programmteil wurde an der Stimmungsschraube gedreht: Ein Operettenohrwurm folgte auf den nächsten – Johann Strauß, Franz Lehár und Jacques Offenbach gaben sich die Klinke in die Hand. Nymoen und Schneider zeigten nach den tragischen Rollen des ersten Teils nun auch ihr komisches Talent.

Das Publikum war hoch zufrieden mit dem Geburtstagsprogramm des Kulturkreises. „Es ist wunderbar“, sagte eine Besucherin. „Wir sind seit zehn Jahren ausverkauft“, zog Deising erfreut Bilanz.

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