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Das Sonntagsgespräch : Männermangel: Die Suche nach Bässen und Tenören

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Heute mit Karin Deuticke-Thies vom Chor „Black Rose Gospel Hasloh“.

Hasloh | Karin Deuticke-Thies ist eine der beiden Sprecherinnen des Chors „Black Rose Gospel Hasloh“, dem Gospelchor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh. Im Sonntagsgespräch berichtet sie von emotionalen Auftritten und erklärt, warum im Chor die Stimme nicht das Wichtigste ist.

Wie ist der Name „Black Rose Gospel Hasloh“ entstanden?
Der Name unterstreicht, dass wir zu unserem Standort Hasloh stehen. Den Namen haben wir gewählt, weil die schwarze Rose zur Geschichte des Ortes gehört und sogar ein Teil des Wappens der Gemeinde ist. In Hasloh wurde nämlich 1934 von Max Krause die „Schwarze Rose“ gezüchtet und dann in der ganzen Welt verbreitet. Wir haben uns für die englische Bezeichnung entschieden, weil das schöner klingt.

Was ist das Besondere an dem Chor?
Wir legen sehr viel Wert auf die Gemeinschaft und verstehen uns untereinander alle sehr gut. Dazu tragen auch die Chorfreizeiten bei, die wir jedes Jahr unternehmen. Etwas Besonderes ist sicherlich auch, dass wir viele afrikanische Gospelsongs singen. Das hängt unter anderem auch damit zusammen, dass wir durch das Gambia-Projekt in Hasloh Beziehungen gen Afrika haben. Das Projekt fördert Aktionen und Baumaßnahmen, die die Lebensverhältnisse und die Trinkwasserversorgung in Gambia verbessern.

Wie sieht das Repertoire aus?
Wir singen englische, afrikanische und einige wenige deutsche Lieder. Die afrikanischen Songs sind besonders schwer, weil wir nicht verstehen, was wir singen. Außer vielleicht, wenn wir das „Vaterunser“ auf Swahili präsentieren. Da weiß natürlich jeder, worum es geht. Ansonsten müssen wir jede Silbe und jedes Wort auswendig lernen. Das ist ganz schön anstrengend. Wir haben das Glück, dass unser Chorleiter Kai Schnabel manche Songs aufnimmt, so dass wir sie vom Computer runterladen und dann hören können. Das macht für uns vieles leichter und zeigt, dass wir einen sehr engagierten Chorleiter haben.

Was macht den besonderen Reiz des Singens aus?
Singen macht Freude, bringt gute Laune, hilft beim Stressabbau und ist einfach eine wunderbare Freizeitbeschäftigung.

Was zeichnet gute Sänger aus?
In einem Chor sind ganz andere Dinge von Bedeutung als bei einem Solosänger. Jeder muss sich in die Gruppe einfügen. Durch die Menge der Stimmen kann auch ein schwächerer Sänger aufgefangen werden.  Wir singen gern bei Hochzeiten, Konfirmationen, und anderen Veranstaltungen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Chors?
Männerstimmen. Wir brauchen vor allem Bässe und Tenöre. Insgesamt haben wir momentan etwa 40 Sängerinnen und Sänger.

Gibt es Auftritte, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?
Unser Benefizkonzert im Februar dieses Jahres war für uns alle sehr emotional. Wir haben in der Eidelstedter Kirche für Kinder gesungen, die an der seltenen Stoffwechselerkrankung NCL leiden und meistens schon während der Kindheit sterben müssen. Die Kirche war voll, so dass sehr viel Geld zusammengekommen ist. Auch einige der kranken Kinder saßen im Publikum. Wir wollen eine solche Benefizveranstaltung in Zukunft alle zwei Jahre wiederholen. Etwas Besonderes wird sicherlich auch am 20. September im Rahmen des Eulenfestes das Jubiläumskonzert zum 15-jährigen Bestehen des Chors in der Marienkirche in Quickborn.

Karin Deuticke-Thies (64) ist seit 2003 Mitglied des Chors. Sie ist verheiratet, hat zwei Töchter und fünf Enkelkinder. www.blackrosegospel-hasloh.de
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erstellt am 12.Apr.2015 | 16:00 Uhr

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