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Pinneberg : Männerfreundschaft beflügelt die Kunst

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ausstellung in MIOQs Kunstremise. Auch ein Kreiskulturpreisträger ist mit dabei.

Pinneberg | Ein Baumhaus, ein Picknick im Freien, eine Wasser- und eine Klang-Installation, viele Fotos. Was haben all diese Dinge gemeinsam? Die Antwort: Freundschaft. Genauer gesagt, Männerfreundschaft als Gegenstand der Kunst. Elf von einer Jury eingeladene Künstler haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt. Am Sonntag, 7. September, von 12 bis 16 Uhr stellen sie vor, auf welch vielfältige Weise sie die Herausforderung angepackt und umgesetzt haben. Decken und Picknickkörbe sind mitzubringen – eine etwas andere Vernissage im „atelier.kunstremise.mioq“, Fahltskamp 30.

Die Ausstellung mit dem Titel „unzertrennlich distanziert – Männer unter sich“, die bis Sonntag, 5. Oktober, sonnabends und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein wird, sei eigentlich eine „Antwortstellung“, eine Ergänzung zur Vorjahresschau „Zueignung – Zuneigung, was Frauen geben“, die sich explizit mit Freundschaften unter Frauen auseinandersetzte, so Hausherrin Marion Inge Otto-Quoos, besser bekannt als MIOQ.

Die regen Diskussionen der Besucher über Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Frauen- und Männerfreundschaften sowie über das Wesen der Freundschaft an sich habe sie angeregt, ihre Galerie jetzt für die Sicht der Männer auf dieses Thema zu öffnen.

Auslöser beider Ausstellungen sei der „Königinnenpavillon“ hinter dem alten Fachwerkbau im Fahltskamp, in dem sie seit drei Jahren ihre Galerie betreibt, fügt MIOQ hinzu. Dieses historische Kleinod ist selbst Zeugnis einer Frauenfreundschaft. 1810 schenkte die Prinzessin und spätere dänische Königin Caroline Amalie von Augustenburg die romantische Laube ihrer Freundin, der Pinneberger Försterstochter Amalie Auguste Nielsen. Diese Geschichte sei ihr immer wieder durch den Kopf gegangen und habe sie zu der ersten Ausstellung animiert, erinnert sich die Galeristin.

Bewährte Künstlerfreundschaften waren es, die das Fundament für die jetzige Schau legten. Der freischaffende Kurator und Kulturmanager Stefan Dupke macht mit. Ebenso Arne Lösekann, Gründer der Hamburger „xpon-art gallery“. Im Fahltskamp zimmert er gerade am Baumhaus. Miroslav Menschenkind, Fotograf, Filmemacher und mehr, arbeitet ebenfalls mit in MIOQs Organisationsteam. Kreiskulturpreisträger Michael Kress, der Hamburger Christian Wittenburg und etliche andere haben sich dazu gesellt. Eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit unter Freunden sei dabei herausgekommen, ist ihre übereinstimmende Erfahrung. Die Kooperation mit „xpon-art“ macht es zudem möglich, dass „Zueignung – Zuneigung“ zeitgleich noch einmal zu sehen ist, und zwar vom 4. bis 28. September sonnabends bis dienstags von 18 bis 21 Uhr in Hamburg, Repsoldstraße 45.

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erstellt am 02.Sep.2014 | 14:30 Uhr

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