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Pinneberger Tageblatt

24. August 2017 | 07:46 Uhr

Männer zeigen wieder mehr Bein

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Umfrage am See in Appen-Etz und im Naturbad Oberglinde zu den Bademodetrends 2015: Geschmack meist wichtiger als Trends

Endlich können die Bademode-Trends der Saison ausgeführt werden. Denn der Sommer scheint sich nun doch durchzusetzen. Dieses Jahr ist viel erlaubt: Von Modellen, die an die „Swinging Sixties“ und die „Wilden Siebziger“ erinnern, über Neonfarben bis hin zu Kombinationen mit mehreren Pastelltönen gibt es eine bunte Palette aus der gewählt werden kann. Die Hosen der Männer werden kürzer, lange Badeshorts über’s Knie sind passé. Am Baggersee in Appen-Etz und im Naturbad Oberglinde in Moorrege gibt es eine bunte Mischung aus dem, was gerade angesagt ist, und dem, was gefällt.

Greta Thiessen (23) aus Hamburg kauft nicht nach Trends, sondern danach, was ihr gefällt und gut steht. Diese Saison habe sie sich schon zwei neue Bikinis gegönnt. „Ich mag knallige Farben“, erklärt sie. Sie findet, dass das besonders gut auf brauner Haut wirkt. Gretas Mutter, Telse Thiessen (60) sagt, sie sei nicht ganz so kauffreudig wie ihre Tochter. „Aber diese Saison habe ich mir auch einen Neuen gekauft, weil ich ihn einfach schön fand.“ Der Retro-Trend mit Modellen aus den Sechziger- und Siebziger-Jahren gefielen ihr. Besonders Punkte hätten es ihr angetan.

Nicolas Genz aus Borstel-Hohenraden, Pascal Kühl aus Pinneberg sowie Malte Höft und Jannik Biehl aus Prisdorf gehen gern in Sporthosen baden. Trends interessieren sie nur bedingt. Nur einer der fünf Freunde, Marco Bretz aus Pinneberg, trägt überhaupt eine Badeshorts, diese habe er allerdings auch schon seit drei Jahren. „Auf Trends achte ich nicht, weder bei Männern noch bei Frauen. Klar schaut man da gern, aber große Unterschiede sind mir nicht aufgefallen.“ Dennis Parlak (20) aus Schenefeld gehört ebenfalls nicht zu den Fashion-Victims: „Meine Badehose ist uralt, bestimmt vier Jahre. Eigentlich ist sie zu groß. Ich habe ein bisschen abgenommen, mehr darf ich jetzt nicht mehr.“

Pragmatisch sieht den Bikinikauf Florentzya Felsendorff (19) aus Hamburg. Sie hat ihren Bikini noch aus dem vergangenem Jahr, insgesamt besitzt sie sechs oder sieben. So ganz genau weiß sie das selbst nicht. „Ein guter Bikini sollte einfach passen und möglichst kostengünstig sein“, sagt sie. „Allerdings habe ich gelesen, dass helleren Typen hellere Farben besser stehen, deswegen habe ich mich für einen türkis-farbenen Bikini entschieden.“ Ihr Begleiter Felix Nebel (20) aus Hamburg erzählt: „Ich habe noch eine Badehose von früher, die über die Knie reicht. Die würde ich jetzt aber nicht mehr tragen.“

Elke Hünnekns (50) aus Uetersen und Gabi Butzlaff (53) aus Heidgraben liegen zwar gemeinsam am See, haben aber unterschiedliche Auffassungen darüber, was das Verfolgen von Trends angeht. Butzlaff hat sich ihren Bikini neu gekauft: „Sie leiern ja doch immer etwas aus. Und man will ja mal ein bisschen anders aussehen.“ Ihren schwarz-weißen Bikini hat sie ausgewählt, wegen des Musters und der dekorativen Glitzersteine. Trends hätten nichts mit dem Alter zu tun, findet sie. Hünnekns sieht das anders. Sie trägt ihren Badeanzug nun schon das vierte Jahr hintereinander: „Ich habe ihn ausgewählt weil er zeitlos ist und figurumschmeichelnd.“ Sebastian Schulz (29) und Kathrin Allwerdt (24) aus Elmshorn haben genaue Vorstellungen. Eng anliegende Badehosen gefallen ihm nicht. Shorts seien angenehmer. „Ich mag Fransen an den Oberteilen nicht“, erläutert Allwerdt. Auch wenn die gerade modern seien. Beide finden den eigenen Geschmack wichtiger als Trends – so wie fast alle Befragten.

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