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Premiere an der Pinneberger Bühnen : Mächtig Stimmung in der Wurstbude

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„Currywurst mit Pommes“ – das Stück ist bis zum letzten Happen ein Genuss.

Pinneberg | „Currywurst mit Pommes“ heißt die ungewöhnliche Delikatesse, die noch bis zum 12. Oktober im Geschwister-Scholl-Haus an der Bahnhofstraße aufgetischt wird. Dieter Schrumpf und sein Team der Pinneberger Bühnen haben dazu einen Kiosk auf die Bühne gestellt. Allerdings wird hungrig ausgehen, wer noch nicht reserviert hat. Denn der Saisonstart der Pinneberger Bühnen war schon vor der Premiere ausverkauft. Wer viel Glück hat, ergattert für die weiteren Spieltage vielleicht an der Abendkasse noch ein Restticket, das trotz Reservierung nicht abgeholt wurde.

Getränke in allen Variationen gibt es bei Penny (Christine Semmelhack), die auf einem viel frequentierten Parkplatz ihre „Hansibar“ betreibt. Bier und Kurze sind die Renner – gleichermaßen beliebt bei Lkw-Fahrern, BMW-Protzen, Motorrad-Rasern, Lehrerinnen auf Bildungsreise und Nonnen auf Wallfahrt.

Und dann ist da noch der Kakao, durch den alle politisch möglichst unkorrekt gezogen werden: Ossis, Wessis und Asis, Dänen, Holländer und sonstige Ausländer, oder auch Banker, Rentner und brave Familien, wenn sie auf verschlungenen Reisepfaden bei Penny Pause machen.

Penelope heißt die Dame hinter dem Tresen der Wurstbude mit richtigem Namen, die einen Hang zu griechischen Philosophen hat. Vor dem Tresen statten Britta Förster, Nils Gerhardt, Christopher und Maximilian Nadler, Christine Semmelhack, Hartmut Tank, Mareijke Toschka, Betje und Brigitte Wagner sowie Uwe Winter in rasanter Folge 60 skurrile Charaktere mit Leib und Seele aus, eine enorme Herausforderung an die mimische und sprachliche Wandlungsfähigkeit der zehn Freizeitmimen.

In Schweiß geraten sicher auch die Leute hinter der Bühne, Regisseurinnen Anja Nadler und Jenny Misfeldt, Maske Ulla Becker sowie Jana Stoppel und Margret Ott, die bei jedem Wechsel blitzschnell mit neuen Kostümen und außerdem auch einer frischen Lage Schminke für die Darsteller zur Stelle sein müssen. Für technisches Gelingen sorgen zudem Christoph Klaukin und Tom Rehfeldt.

Für das Publikum sind es eher die Lach- als die Kaumuskeln, die vor ihrem Kiosk Schwerstarbeit leisten, und das zwei Stunden lang. Stärken können sich die Zuschauer in der Pause bei Liesel Scheithe und Folke Becker jedoch höchstens bei regulären Würstchen. Currywurst führen die Caterer nicht.

Das Stück „Currywurst mit Pommes“ von Frank Pinkus und Nick Walsh wird noch mehrmals aufgeführt. Die Pinneberger Bühnen spielen die „satirischen Momentaufnahmen am Rande einer deutschen Autobahn“ im Geschwister-Scholl-Haus, Bahnhofstraße 8, bis Sonnabend, 11. Oktober, jeden Abend um 20 Uhr. Am 11. Oktober hebt sich der Vorhang auch nachmittags um 15 Uhr. Am 12.Oktober gibt es eine zweite Nachmittagsvorstellung.
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erstellt am 09.Okt.2014 | 16:04 Uhr

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