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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 15:37 Uhr

„Luxusappartements am See“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe Halstenbek-Schenefeld hängen Nisthilfen auf / Naturfreunde hoffen auf neue Stare

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Nur wenig erinnert an den regen Publikumsverkehr an lauen Sommertagen. Um diese Uhrzeit ist der Park rund um den Krupunder See in Halstenbek noch menschenleer. Nur fast: fünf tapfere Naturfreunde waren gekommen, um zehn weitere Nisthilfen für Brutvögel zu montieren.

Zehn neue Vogelhäuser: Ein neues Zuhause für Amsel, Drossel, Fink und Star. Über 40 „Nisthilfen“, wie es richtig heißt, hat die Nabu-Ortsgruppe in den letzten Jahren allein um den Krupunder See aufgehängt.

Auf etwa 150 Kästen summiert es sich insgesamt in Halstenbek und Schenefeld. Kostenpunkt pro Exemplar: 25 bis 30 Euro. Es handelt sich um wetterbeständige Holzbetonkästen. Ortsleiter Stefan Friedrich von der Nabu-Ortsgruppe Schenefeld-Halstenbek ist erfreut, in diesem Frühjahr nun weitere Häuser aufhängen zu können: „Eine Geldspende hat die Aktion möglich gemacht“, so Friedrich. Mit dem Aufhängen ist es für ihn und seine Kollegen aber noch nicht getan: „Jedes Jahr im Herbst kontrollieren wir die Nisthilfen. Wir machen sauber, kontrollieren aber auch die Sicherheit“, erklärt der Ortsleiter.

Den Überblick verlieren die Naturfreunde nicht: Jede Nisthilfe wird fotografiert, die GPS-Position in einer Grafik festgehalten. Viele Nisthilfen finden sich unmittelbar in oder neben der Vogelschutzzone an der nordwestlichen Seeseite. Alle Kästen sind nummeriert. Vogelexperte Dietrich Bentzien hofft in diesem Jahr besonders auf den Star: „Wir versuchen, den Star wieder anzusiedeln“, beschreibt er. Wer die Nisthilfe jedoch am Ende annimmt, sei ungewiss. „Wir hatten hier mal einen Eulenkasten. Im nächsten Jahr waren Eichhörnchen drin“, erinnert sich der Naturliebhaber, legt sein Fernglas dabei nicht aus der Hand.

Wer sich in den neuen „Luxusappartements am See“ einrichtet, bleibt also vorerst offen. Zwar könne man durch die Einfluglöcher etwas regulieren, kleinere Vögel aber nicht ausschließen. „Wer eingezogen ist, erfahren wir dann im Herbst“, ist sich Friedrich sicher. „Dass sich aber jemand einrichtet, gilt als sehr wahrscheinlich“, fügt Vogelexperte Bentzien hinzu.


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