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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 06:47 Uhr

Lütte Prisdörper retten Gummibären

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Auszeichnung Prisdorfer Kita erhält zum dritten Mal die Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ / Interesse für Umwelt gefördert

von
erstellt am 14.Jun.2017 | 12:58 Uhr

Die kleine Marieke (6) ist stolz. Bereits ihre zweite selbstgebastelte Seerose aus Papier ist auf dem Wasser der kleinen Plastikwanne auf dem Rasen der Kita „Lütte Prisdörper“ wie durch Zauberhand aufgeblüht. Außerdem hat sie ein Gummibärchen gerettet. Wie das? „Ich habe es in einem leeren Teelicht mit einem umgedrehten Glas darüber unter Wasser tauchen lassen, und es ist trocken geblieben“, berichtet sie strahlend. Mit dem Entdeckungsparcours auf dem Kita-Gelände zum Thema Wasser feierte die Kita ihre dritte Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“, die von der Industrie- und Handelskammer zu Kiel (IHK) vergeben wird.

Zu dieser Auszeichnung führt nur ein erfolgreich durchgeführtes Forschungsprojekt zu einem bestimmten Thema. Alles beginnt mit einer Frage an die Natur. Bei der Prisdorfer Kita war das in diesem Jahr „Licht und Schatten“. Fragen wie „Warum ist dein Schatten größer als meiner?“ oder „Wieso leuchtet die Sonne heller als die Taschenlampe“ stellten sich die Kinder im Alltag. Dann wird ein geradezu wissenschaftlicher Prozess eingeleitet: Es werden Ideen und Vermutungen gesammelt, die das Phänomen erklären könnten. Es folgen Probierphasen und Versuchsmomente, in denen die Kinder unter Anleitung experimentieren können. Gemeinsam werden dann die Beobachtungen beschrieben und Ergebnisse dokumentiert und erörtert – und daraus entstehen meist schon wieder die Fragen für das nächste Jahr.
Nachdem sich alle Kinder an den Wasser-Experimentierstationen ausprobieren konnten, überreichte Britta Weidemeier von der IHK schließlich die Plakette an die „Lütten Prisdörper“. „Es ist wichtig, dass man bei Kindern schon früh Neugier weckt, dass sie etwas ausprobieren und sich mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen beschäftigen“, betont sie. Besonders gern überreiche sie diese Plakette, denn die „Lütten Prisdörper“ gehörten seit Jahren zur „Créme de la Créme“ der Forscherkitas.

Deren pädagogische Leiterin Indra Petersen bleibt bescheiden: „Ich habe das einfach von meinem wahnsinnig engagierten Team übernommen. Die Erzieherinnen haben sich da schon eingesetzt, bevor ich hier anfing“, sagt sie. Aber sie unterstütze das so gut sie könne, denn: „Viele Kinder sind wirklich den Großteil des Tages in der Kita bei uns. Wir müssen der Verantwortung gerecht werden. Sie sollen hier so viel erfahren wie möglich.“ Die Erzieherinnen Frauke Nowak und Anja Straatmann erhalten besonders von den Eltern Zuspruch für ihr Engagement: „Die Kinder erklären die Experimente zu Hause noch einmal, mit viel Begeisterung.“ Für die Kita „Lütte Prisdörper“ ist es zwar bereits die dritte Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“, aber die erste am neuen Standort am Hugenbarg. Dort ist nun auch gleich ein Forscherzimmer eingerichtet worden.



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