Halstenbek : Lkw drückt Container in Haus

Aufruhr: Der Notruf „Lkw in Gebäude gefahren“ löste gestern morgen in Halstenbek einen Großeinsatz der Feuerwehr aus.
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Aufruhr: Der Notruf „Lkw in Gebäude gefahren“ löste gestern morgen in Halstenbek einen Großeinsatz der Feuerwehr aus.

Feuerwehreinsatz im Gewerbegebiet Halstenbek. Für das Betroffene Unternehmen ist ein großer Schaden entstanden.

shz.de von
14. Juni 2017, 16:00 Uhr

Halstenbek | Schock am frühen Morgen: Die Mitarbeiter der Firma Albert Franz Fenster- und Glasbau im Halstenbeker Verbindungsweg wurden um 7.40 Uhr unsanft aus ihrer Arbeit gerissen. Ein Lkw-Fahrer, der bei einem benachbarten Betrieb anliefern sollte, fuhr beim Rangieren gegen einen Abfallcontainer vor dem Fenster und drückte ihn so stark in die Hauswand, dass die Mauer nachgab und ein Heizkörper im Inneren brach. „Die Mitarbeiter im Raum haben es nur rumsen gehört und sind sofort nach draußen gelaufen“, berichtet die Mitarbeiterin Ute Carstens. „Zum Glück wurde niemand verletzt.“

Kaputtes Fenster, gebrochene Wand und auf der Innenseite ein aufgebrochener Heizkörper: Der Container richtete großen Schaden an.
Foto: Feuerwehr Halstenbek
Kaputtes Fenster, gebrochene Wand und auf der Innenseite ein aufgebrochener Heizkörper: Der Container richtete großen Schaden an.

Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Halstenbek kam mit Vollaufgebot, 30 Kameraden und fünf Fahrzeuge. Bei ihnen war der Notruf „Lkw in Gebäude gefahren“ angekommen. Der stellvertretende Wehrführer Kai Semmelhack erläutert: „Das hörte sich dramatischer an, als es wirklich war. Der Lkw muss den Container langsam in die Wand geschoben haben.“ Gefahr für die Mitarbeiter, die sich in dem Raum befanden, bestand so nicht. Einsturzgefährdet sei das Gebäude auch nicht.

Für den Familienbetrieb, der in der fünften Generation von Norbert Carstens geführt wird, ist der Unfall eine Katastrophe – zum zweiten Mal. „Das ist schon einmal passiert und damals war der Schaden schon groß genug“, sagt Ute Carstens. „Diesmal ist es sogar durch die Wand gegangen, wir haben einen Wasserschaden, die Regale sind beschädigt und der Fußboden.“ Sie schätzt den entstandenen Schaden auf bis zu 50.000 Euro. Die Feuerwehr zog mit der Seilwinde vom Rüstwagen den Container auf die Straße und sicherte den kaputten Heizkörper im Gebäude. Nach einer Stunde war ihr Einsatz beendet. Für die Firma Franz Albert fängt er jetzt erst an.

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