Vermisste aus Tornesch : Lisa Marie ist vermutlich tot

Lisa Marie B. wurde seit dem 19. März vermisst.
Lisa Marie B. wurde seit dem 19. März vermisst.

Am Ende einer langen Suche steht eine traurige Entdeckung. Die Einsatzkräfte haben auf einem Feld in Tornesch (Kreis Pinneberg) eine Leiche geborgen. Es ist vermutlich Lisa Marie. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.

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24. März 2014, 16:36 Uhr

Tornesch | Am Ende eines dramatischen Tages steht eine traurige Gewissheit: Die 18 Jahre alte Lisa Marie B. aus Tornesch (Kreis Pinneberg), die seit Mittwoch vermisst wird, ist tot. Um 18.30 Uhr fuhr der Leichenwagen vor. Die Tote sei auf einem freien Feld gefunden worden, sagte Oberstaatsanwalt Uwe Dreeßen.

„Bei der Toten handelt es sich mutmaßlich um die vermisste 18-Jährige", so Dreeßen. Die Umstände deuteten auf äußere Gewalteinwirkung als Todesursache hin. Näheres müsse die rechtsmedizinische Untersuchung ergeben. Ein Tatverdächtiger sei vorläufig festgenommen worden und werde im Laufe des Dienstags dem Haftrichter vorgeführt werden. Zu den Todesumständen könne die Staatsanwaltschaft keine Angaben machen. Es könne sich dabei nämlich auch um Täterwissen handeln. „Zu der festgenommenen Person darf ich gar nichts sagen“, fügte Dreeßen hinzu.

Seit 14 Uhr konzentrierte sich die Suche nach der jungen Frau auf ein Grundstück an der Ahrenloher Straße in Tornesch. Dort war sie zuletzt mit einem Freund gesehen worden. Zu dem Zeitpunkt ging die Staatsanwaltschaft Itzehoe bereits von einer Straftat aus. Was genau passiert ist, wollte aus ermittlungstaktischen Gründen niemand sagen. Familienangehörige hatten noch Hoffnung, dass die junge Frau lebt. Am späten Nachmittag wurden sie informiert, dass Lisa Marie wohl tot sei.

Lisa Marie wurde zuletzt am Mittwoch, 19. März gesehen, nachmittags um 16.30 Uhr in Höhe der Feuerwache, ebenfalls in der Ahrenloher Straße in Tornesch. Als sie abends nicht nach Hause kam, meldeten ihre Eltern sie als vermisst. Am nächsten Tag erschien Lisa Marie nicht an ihrer Arbeitsstelle. Die Kriminalpolizei Pinneberg nahm die Ermittlungen auf und befragte Bekannte aus dem Umfeld der jungen Frau. Zeitgleich startete die Freiwillige Feuerwehr eine Netz-Suche nach ihrer Kameradin, indem sie Fotos von Lisa Marie bei Facebook einstellte. Mehrere Tausend Menschen teilten die Bilder der Vermissten deutschlandweit. Doch gefunden wurde Lisa Marie nicht.

Am Nachmittag nach dem Verschwinden veröffentlichte auch die Polizei Fotos und eine Beschreibung der 18-Jährigen. „Aufgrund einiger Ungereimtheiten ist eine mögliche Gefährdung der Gesuchten nicht auszuschließen und die Polizei bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung“, schrieb Polizeisprecherin Sandra Mohr in dem Aufruf.

Mit Hunden und Hubschraubern begann eine groß angelegte Suche nach Lisa Marie. Mantrailer-Hunde, deren hervorragende Nasen speziell auf das Wiederfinden von Menschen ausgebildet sind, suchten am Boden nach der 18-Jährigen, während am Himmel die Polizei mit Hubschraubern kreiste.

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