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"Eine Oase der Entspannung" : Liebeserklärung an das Rosarium

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Für Baumschulfunktionär Frank Schoppa ist der Uetersener Park einer der schönsten Plätze im Kreis Pinneberg

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2015 | 14:00 Uhr

Uetersen | Die Metropolregion Hamburg hat 99 Orte in der Großregion zu „Lieblingsplätzen im Grünen“ küren lassen. Fünf davon liegen im Kreis Pinneberg. Es sind das Uetersener Rosarium, die Doppelallee in Seestermühe, die Liether Kalkgrube, das Arboretum in Ellerhoop und der Haseldorfer Obstgarten. Gestern startete Frank Schoppa, Vorsitzender des Fördervereins Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland, in Uetersen eine Präsentationsrunde der Lieblingsplätze, die er vorgeschlagen hatte.

„Das Rosarium ist eine Oase der Entspannung. Es ist ein Park für alle Bürger und Gäste. Das Besondere: Der Besuch kostet nichts“, begründete Schoppa seine Wahl. Möglich werde das mit der vorbildlichen Zusammenarbeit von Stadt, Freundeskreis Rosarium und privaten Unternehmen. „Es ist beeindruckend, was Kommune, Ehrenamt und Wirtschaft hier hinbekommen“, sagte Schoppa.

Kleines Idyll: Blick von der Hochzeitsinsel auf den Mühlenteich.
Kleines Idyll: Blick von der Hochzeitsinsel auf den Mühlenteich.
 

Schoppa, der auch Geschäftsführer des Landesverbands Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) ist, will erreichen, dass sich mehr Menschen im Kreis Pinneberg mit ihrer Heimatregion identifizieren. „Außerhalb des Kreises sagen viele, sie kämen aus Hamburg. Das wollen wir ändern. Die Region hat einiges zu bieten“, sagte Schoppa. „Natürlich gibt es neben den gewählten Orten viele weitere schöne Plätze. Aber wir mussten uns auf fünf beschränken.“ Gert Müller, Vorsitzender des Freundeskreises Rosarium Uetersen, freut sich über die Wahl. „Das war eine Liebeserklärung an das Rosarium von Frank Schoppa.“ Auf etwa 5,2 Hektar Fläche wachsen 30.000 Rosen 900 verschiedener Sorten.

Der Tagestourismus ist ein unterschätzter Faktor

Die Wahl der „99 Lieblingsplätze im Grünen“ ist Teil einer Tourismuskampagne der Metropolregion Hamburg. Die Dachmarke wird von der Hansestadt und 19  norddeutschen Kreisen sowie kreisfreien Städten getragen. Fünf Millionen Menschen leben in dieser Region. „Der Tagestourismus ist ein unterschätzter Wirtschaftsfaktor“, sagt Marion Köhler, Sprecherin der Metropolregion. Die Menschen in der Region seien sehr ausflugsfreudig. „Umfragen unter Unternehmen und Hochrechnungen haben ergeben, dass jährlich etwa 130 Millionen Tagestouristen in der Region unterwegs sind.“ Das Verhältnis von Tages- und Übernachtungsgästen betrage etwa vier zu eins. Und jeder Tagesgast gebe etwa 30 bis 40 Euro aus.

Gönna Hamann vom Verein Holstein Tourismus sagte zur wirtschaftliche Bedeutung der Tagesgäste: „In unserem Gebiet stehen jährlich 1,6 Millionen Übernachtungen 4,7 Millionen Tagesgäste gegenüber. Wir schätzen den Umsatz auf etwa 100 Millionen Euro.“ Der Verein vermarktet die Kreise im Norden Hamburgs, die holsteinische Unterelbe, das Auenland, die Itzehoer Geest und Teile Dithmarschens.

Bereits 2014 hatte die Metropolregion nach 99 werbewirksamen Orten suchen lassen – damals unter dem Motto „Lieblingsplatz am Wasser“. Landrat Oliver Stolz hatte den Elmshorner Hafenplatz an der Krückau, Helgoland, die Schlossinsel im Rantzauer See in Barmstedt, das Willkomm-Höft in Wedel sowie die Carls-Zeiss-Vogelstation in der Wedeler Marsch nominiert.

Die Metropolregion Hamburg präsentiert alle 99 Lieblingsplätze der Großregion in einer 64 Seiten starken Broschüre, die gratis zu bekommen ist. In dem Heft sind Kurzbeschreibungen der Orte zu finden. Sie sind mit Symbolen gekennzeichnet, die für „Entschleunigen“, „Entspannen“ und „Erleben“ stehen. Außerdem gibt es zahlreiche Veranstaltungstipps. Die erste Auflage mit 40000 Stück ist zwar seit Kurzem vergriffen. Es sollen jedoch noch etliche Exemplare nachgedruckt werden. Alle 99 Ziele für Tagesausflüge sind jedoch nach Kreisen geordnet auch im Internet zu finden. Dort sind auch die „99 Lieblingsplätze am Wasser“ zusammengetragen. metropolregion.hamburg.de
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