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Anstoss – Die HSV-Kolumne : Lieber Jörg Schmadtke als James Dean

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bei Schmadtke hat man den Eindruck, dass er genau weiß, was er tut und einen Plan verfolgt.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2016 | 10:00 Uhr

Hamburg | Das Beispiel Jörg Schmadtke zeigt, warum der HSV einfach nicht die Kurve kriegt und froh sein kann, wenn er nicht irgendwann aus der Bundesliga absteigt. Schmadtke hat als Manager großen Anteil daran, dass sich der 1. FC Köln so positiv entwickelt und sich mit ein wenig Glück in dieser Saisons sogar für die Europa League qualifiziert. Auch in Hannover leistete er hervorragende Arbeit und sorgte dafür, dass 96 im Europacup antreten durfte.

Er weiß, wo er gute Spieler für wenig Geld bekommt. Eine Eigenschaft, die den Rothosen mit Sicherheit gut zu Gesicht stehen würde. Dann wäre der Verein nicht mehr auf Gedeih und Verderb Edel-Fan Klaus-Michael Kühne und dessen unsäglichem Berater Rainer Calmund ausgeliefert.

Dem HSV war Schmadtke jedoch trotz seiner unbestrittenen Fähigkeiten nicht gut genug. Als 2013 die Chance bestand, ihn zu verpflichten, entschied sich der Dino für Oliver Kreuzer als Sportchef und zahlte für den damals in der dritten Liga arbeitenden Kreuzer auch noch eine Ablöse. Eine unverständliche Entscheidung, deren Sinn sich schon damals niemandem erschlossen hat.

Die damaligen Verantwortlichen aus Vorstand und Aufsichtsrat um Ex-Präsident Carl-Edgar Jarchow sind zum Glück ebenso wie Kreuzer längst Geschichte. Die Probleme sind dafür immer noch da. Ob Schmadtke sie hätte lösen können, werden die HSV-Fans leider nie erfahren. Seine Arbeit in Köln und Hannover lässt aber vermuten, dass die Hamburger mit ihm wesentlich besser dastehen würden, als sie es jetzt tun. Bei Schmadtke hat man den Eindruck, dass er genau weiß, was er tut und einen Plan verfolgt. Während einem bei den ständig wechselnde Verantwortlichen in Hamburg schon seit Jahren allzu häufig ein Film-Klassiker mit James Dean in den Sinn kommt. Der Titel: „Denn sie wissen nicht, was sie tun.“

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