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Pinneberger Tageblatt

21. September 2017 | 00:04 Uhr

Lidl will mehr Fläche an der Güttloh

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

ExpansionUnternehmen ändert seinen Antrag

shz.de von
erstellt am 08.Jul.2017 | 16:28 Uhr

Nach der Modifizierung des Quickborner Einzelhandelskonzepts haben die Fraktionen damit begonnen, Möglichkeiten für eine Vergrößerung der Lidl-Verkaufsfläche im Gewerbegebiet Güttloh zu sondieren. Strittig ist allerdings noch, wie groß der Discounter an dem Standort werden darf.

Bereits vor zwei Jahren hat das Unternehmen den Antrag auf Vergrößerung der Verkaufsfläche von derzeit etwa 1000 auf dann 1300 Quadratmeter gestellt. Wie berichtet, war der Vorstoß damals zurückgewiesen worden. Begründung: Zu dem Zeitpunkt war der Standort an der Güttloh als Gewerbegebiet eingestuft, und großflächiger Einzelhandel ist in einem Gewerbegebiet ist nicht zulässig. Inzwischen sind Politik und Verwaltung allerdings auf das Discount-Unternehmen zugegangen und haben die Fläche in ein Sondergebiet umgewidmet.

Damit wäre der Weg für eine Erweiterung der Ladenfläche grundsätzlich frei, vorausgesetzt, die Zentrenverträglichkeit ist in einem Gutachten nachgewiesen worden. Das allerdings steht noch aus. „Ich bin der Meinung, Lidl soll dieses Gutachten in Auftrag geben und auch bezahlen“, sagte Ratsherr Ulf Hermanns-von der Heide (fraktionslos, Foto links). Die Maßnahme dient dem Schutz der Innenstadt-Kaufleute und soll sicherstellen, dass der Einzelhandel an der Güttloh nicht die Kaufkraft von anderen Standorten abzieht. Schon in der Vergangenheit war das eins der vorrangigen Anliegen der Fraktionen.

Strittig ist allerdings, auf der Grundlage welcher Verkaufsflächengröße das Gutachten erstellt werde soll. Inzwischen nämlich hat Lidl seinen Antrag aufgestockt, will statt 1300 lieber 1500 Quadratmeter reine Verkaufsfläche. „Wir waren auch überrascht von dem neuerlichen Antrag“, sagte Quickborns Stadtplanerin Sabine Bönning. Die Stadt war Lidl ohnehin schon entgegengekommen und hatte eine Fläche von 1400 Quadratmeter festgeschrieben.

Sozialdemokrat Wolfgang Tröger (Foto) riet zur Vorsicht: „Wir sind der Meinung, dass 1400 Quadratmeter die Richtlinie sein sollte.“ Hermanns-von der Heide ist allerdings durchaus, dem Antrag zu folgen. „Ich sehe keine Argumente, die gegen eine Verkaufsfläche von 1500 Quadratmetern sprechen“, sagte er und setzte sich dafür ein, dem aktuellen Antrag des Unternehmens zu folgen. Der Grünenpolitiker Heinrich Kut war es schließlich, der den Weg vorgab. „Ich finde, wir sollten erst die Verträglichkeitsprüfung abwarten, bevor wir uns auf eine Größe festlegen“, sagte er. Ein Beschluss war ohnehin nicht nötig.

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