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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 04:04 Uhr

Pinneberg : Licht und Schatten beim Schulbau

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Signalwirkung: Der Ausschuss bekräftigt die Sanierungspläne für die JBS-Mensa.

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Licht am Ende des Tunnels: Die Mitglieder des Pinneberger Schulausschusses haben am Mittwochabend beschlossen, dass der Umbau der Cafeteria der Johannes-Brahms-Schule mit einer Gesamtkostenhöhe von 326.400 Euro in diesem Jahr realisiert wird. Auch sicherte der Ausschuss zu, dass während des Umbaus die Mittagsverpflegung weiterhin gewährleistet ist. Derzeit springen noch die Eltern ein, ein Catering-Service soll die Versorgung während der Interimszeit sicherstellen. Eltern, Lehrer und Vertreter der Schulallianz, die zuvor an der Schüler-Demo gegen den Sanierungsstau an den Pinneberger Schulen vor der Drostei protestiert hatten und den Ausschuss besuchten, wurden Zeugen einer bizarren Debatte. Die Politiker monierten, dass der Beschluss für den Umbau bereits gefasst worden sei.

„Das macht keinen Sinn“, sagte Natalina Boenigk (CDU). „Wir werden mit einer Beschlussvorlage in die Irre geführt. Ein starkes Stück der Verwaltung“, sagte Angela Traboldt (SPD). „Wenn es ein Signal sein soll, dann machen wir es“, erklärte Manfred Stache (Die Grünen und Unabhängigen).“ Und genau das sollte es sein, wie Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) den Ausschussmitgliedern versicherte.

Dabei ist es nicht so, als gebe es beim Schulbau in Pinneberg nur Stillstand: Darüber berichtete Silkata Sahin-Adu, Leiterin des Kommunalen Servicebetriebs: An der Theodor-Heuss-Schule hat das Hausmeisterhaus einen Anbau bekomnen. Der komplette Innenhof wurde aufgegraben und neue Leitungen verlegt. Es gab Isolierungsarbeiten, so dass es nicht mehr in den Keller regnet. Brandschutzmängel an der THS wurden beseitigt und ein komplettes Brandschutzkonzept erstellt. „Das liegt zur Prüfung beim Brandschutzingenieur und muss von den Behörden genehmigt werden“, erklärte sie. Außerdem wurden Gerüste aufgestellt und der Beton saniert. Die Architekten-Ausschreibung für die Fassadensanierung wurde vorbereitet und verschickt sowie im Januar eine Feinabstimmung mit der Schulleitung vorgenommen.

Doch die Politik hat auch die Befürchtung, dass wegen des Haushaltsstopps im Dezember, der zur Folge hatte, dass der Etat 2015 noch nicht verabschiedet wurde, Aufträge im Rahmen der Schulbausanierung nicht versandt werden dürfen, weil dies haushaltsrechtlich nicht mehr möglich sei. „Da ist die Ampel gelb. Das wird noch geprüft“, so Sahin-Adu.

„Kann es passieren, dass Landesmittel zurückgezahlt werden müssen, wenn sich die Schulbaumaßnahmen weiter verzögern?“, wollte Stache (Die Grünen und Unabhängigen) wissen. „Wenn wir Landesmittel verlieren sollten, bin ich in Kiel“, erwiderte Bürgermeisterin Steinberg.

Großes Unverständnis herrschte allerdings unter den Politikern, als Fachbereichsleiterin Traudchen Perrefort mitteilte, dass Sicherheitsprüfungen der Sportgeräte an den Schulen nicht jährlich stattfinden würden. Im November 2014 war dann doch eine Untersuchung fällig. Das Ergebnis: Es wurde ein Reparaturbedarf von 61.500 Euro festgestellt – im Haushalt stehen nur 9500 Euro dafür zur Verfügung. Mit Rücksprache der Schule soll eine Priorisierung der Reparaturen erfolgen.

Ihre Meinung ist gefragt. Welche Lösungen gibt es, um die Schulbausanierung voranzutreiben? Sollen die Eltern eine Stiftung oder einen Schulverein gründen, der Geld generiert? Schicken Sie uns Ihre Vorschläge per Post an das Pinneberger Tageblatt; Damm 9 - 19; 25451 Pinneberg, per Mail an rene.erdbrueger@shz.de oder diskutieren Sie mit uns auf unserer Facebook-Seite.
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