Licht trifft auf Klang

Im Einsatz für Patienten: Maren Schwartz (links) und Ingeborg Triskatis aus dem Vorstand wirkten mit, um den Raum der Stille im Klinikum einzurichten.
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Im Einsatz für Patienten: Maren Schwartz (links) und Ingeborg Triskatis aus dem Vorstand wirkten mit, um den Raum der Stille im Klinikum einzurichten.

20 Jahre Verein der Freunde des Regio-Klinikums: Geburtstagskonzert mit leuchtender Installation / Kartenvorverkauf ist gestartet

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16. Oktober 2018, 16:00 Uhr

Ein Konzert zum 20. Geburtstag: Der Verein der Freunde des Regio-Klinikums Pinneberg will feiern und hat eines der gefragtesten Ensembles der deutschen A-Cappella-Szene nach Pinneberg geholt. Am Montag, 5. November, präsentiert das Vokalensemble Quartonal in der Christuskirche, Bahnhofstraße, einen Querschnitt seines Repertoires. Eine interaktive Lichtinstallation der Künstlerin Gisela Meyer-Hahn (Foto) an der Außenfassade der Kirche sorgt jeweils von 17.30 bis 19 Uhr und von 21 bis 22.30 Uhr für einen besonderen Rahmen. Die Lichtbildkünstlerin zeigt die Umsetzung einer Komposition von Claude Debussy vor und nach dem Konzert, das um 19 Uhr beginnt.

Eröffnet wird der Abend jedoch nicht von dem Vokalensemble, sondern mit einem Beitrag auf der Querflöte des ehemaligen Chefarzts der Gynäkologie, Dr. Stefan Geist. „Dr. Geist hat uns jahrelang engagiert begleitet“, sagt Ingeborg Triskatis, Vorsitzende des Vereins der Freunde. Erst danach tritt Quartonal auf: 2006 gegründet von ehemaligen Mitgliedern der Uetersener Chorknaben, sind die vier Sänger mittlerweile international auf den Bühnen unterwegs. Sie bieten alles an A-cappella-Musik vom Renaissancemadrigal über Männerchorwerke der Romantik bis hin zum Volkslied. Eine Rede von Dr. Hartmut Nolte, Gründungsmitglied des Vereins der Freunde, sowie ein Sektempfang runden das Geburtstagskonzert ab.

Zwei Jahrzehnte ist es her, dass sich der Verein der Freunde des Regio-Klinikums Pinneberg konstituiert hat. „Als sich der Verein gründete, befand sich das um 1910 erbaute Krankenhaus in keinem schönen Zustand“, erinnert sich Triskatis. Nolte und der Landtagsabgeordnete Bernd Schröder beschlossen deshalb, einen Förderverein zu gründen und suchten nach Mitarbeitern. Der Einladung folgten 25 Bürger. Dazu zählten Vertreter von Parteien und Banken. Auch der damalige Geschäftsführer des Beig-Verlags, Asghar Azmayesh, erschien. „Das Tageblatt gab damals eine Initialspende von 2000 DM“, berichtet Triskatis.

Dr. Sigo Lehming zeichnete als erster Vorsitzender für den Verein verantwortlich. Die Mitarbeiter engagierten sich im Zuge von unzähligen Projekten zu Gunsten von Patienten, Mitarbeitern und Besuchern. So schafften sie spezielle Pflegebetten gegen das Wundliegen sowie Kaffeemaschinen für die einzelnen Stationen an. Der Förderverein spendete auch zur Einweihung des Neubautraktes 150 000 Deutsche Mark. Doch als 2009 der Kreis das Regio-Klinikum übernahm, durften keine den Wert des Hauses steigernde Spenden mehr eingereicht werden. Auch der Vereinsname Förderverein Klinikum Pinneberg änderte sich im gleichen Jahr in den Namen Verein der Freunde des Regio-Klinikums Pinneberg.

Die Mitglieder sponsern bis heute Fortbildungen für Mitarbeiter und die ehrenamtlich im Krankenhaus arbeitenden grünen Damen. Der Verein finanziert zurzeit ein Deeskalationstraining für Mitarbeiter von Notaufnahme sowie Pflegepersonal. Dabei geht es darum, die Angestellten professionell im Umgang mit Konflikten und Stress zu schulen.

Doch auch mit weiteren Aktionen stützt der Verein die Arbeit im Klinikum. „Mit den Spenden möchten wir etwas Gutes tun und den Menschen den Aufenthalt im Krankenhaus so angenehm wie möglich gestalten“, erläutert die Vorsitzende. Die Klinik-Clowns erfreuten Patienten und Besucher mit ihren Vorführungen. Für die kleinsten Patienten gibt es Tröste-Teddys. „Sehr gut angenommen wird bis heute der Raum der Stille“, erläutert die stellvertretende Vorsitzende Maren Schwartz. Der vom Verein geschaffene Rückzugsort im Klinikum hat für seine Besucher 24 Stunden geöffnet.

All das soll mit dem Geburtstagskonzert gebührend gefeiert werden. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Karten gibt es in der Buchhandlung Bücherwurm, Dingstätte 24, sowie in der Apotheke am Waldenauer Marktplatz. Der Eintritt beträgt 18 Euro im Vorverkauf und 20 Euro an der Abendkasse. Kinder dürfen umsonst dabei sein.

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