Licht für Frieden und Toleranz

Die Lichterkette in Halstenbek 2017 dürfte vielen in Erinnerung sein.
Die Lichterkette in Halstenbek 2017 dürfte vielen in Erinnerung sein.

Halstenbek erinnert an das historische Datum 9. November und die Opfer von Terror, Gewalt, Krieg und Ignoranz

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06. November 2018, 16:00 Uhr

Unter dem Motto „Wir erleuchten Halstenbek für Frieden und Toleranz“ rufen die Willkommenskultur Halstenbek und der Diakonieverein Migration für Freitag, 9. November, ab 18 Uhr zu einer Lichterkette auf dem Halstenbeker Rathausplatz auf. „Wir wollen damit sowohl auf die traurigen als auch die hoffnungsvollen Momente dieses geschichtsträchtigen Tages aufmerksam machen. Besonders für unser Zusammenleben heute setzen wir ein Zeichen für Zusammenhalt, Hoffnung und Zuversicht und zünden dafür Kerzen an“, so die Veranstalter.

Der 9. November in den Jahren 1848, 1918, 1923, 1938, 1989: Das Datum in den jeweiligen Jahren reflektiert Schicksalstage in der deutschen Geschichte. „Ich sterbe für die Freiheit“, lauteten die letzten Worte des Abgeordneten Robert Blums. Am 9. November 1848 wurde der Demokrat in Wien von den Truppen der Gegenrevolution erschossen. Das Ereignis markierte den Anfang vom Ende der so genannten Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes. Am 9.    November 1918 erlebte das deutsche Reich eine Welle von Aufständen und revolutionären Aktionen. Arbeiter- und Soldatenräte forderten ein Ende des Krieges und organisierten in Berlin einen Generalstreik.

Am Sonntagmorgen des 9.     November 1923 marschierte Adolf Hitler zusammen mit General Erich Ludendorff und Anhängern zur Feldherrnhalle in München. Die bayerische Polizei stoppte den Marsch und damit Hitlers Versuch, gewaltsam an die Macht zu gelangen. Der 9. November 1938 steht auch für den Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung und in jüngerer Geschichte für den Fall der Berliner Mauer.

Im Zentrum Halstenbeks sollen am kommenden Freitag außer der Kerzenaktion auch Menschen zu Wort kommen, die Trauriges, aber auch Hoffnungsvolles erlebt haben, so Gerhard Thimm vom Veranstalterteam. Dem Gedenken an Opfer von Terror und Gewalt sollen Positivbeispiele von gelungenem Zusammenleben, Toleranz und Frieden gegenübergestellt werden. Willkommen seien Menschen, so die Veranstalter, denen „diese Themen am Herzen liegen“.

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