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FDP-Kreisparteitag in Tangstedt : Liberale trotzen den schlechten Wahlergebnissen aus der Vergangenheit und setzen auf Vorwahlkampf

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„Wir sind nicht ganz unschuldig“ - in Meinungsumfragen war eine abfallende Wählerschaft zu merken.

shz.de von
erstellt am 29.Jun.2015 | 10:00 Uhr

Tangstedt | Die vergangenen Jahre waren für die FDP nicht gerade einfach. Bei der Bundestagswahl 2013 konnten die Liberalen nicht die Fünf-Prozent-Hürde erreichen. Auch in Meinungsumfragen war eine abfallende Wählerschaft zu merken.

Auf Kreisebene war dieser Trend ebenfalls deutlich zu spüren. „Wenn man das Ganze mit genügend Abstand betrachtet, muss man sagen, dass wir nicht ganz unschuldig an der Sache sind. Wir haben nicht alles richtig gemacht“, sagte der Kreisvorsitzende Günther Hildebrand beim Kreisparteitag in Sellhorn’s Gasthof in Tangstedt.

Vor zwei Jahren sei dann die Notbremse gezogen worden und das System von Grund auf überarbeitet worden. „Wenn man aufschlägt, kann das schon sehr wehtun und das hat es auch bei uns. Wir waren eine Zeit lang weniger motiviert als zuvor“, so Hildebrand. Zustimmung erhielt er dabei von Ortsverbänden aus Rellingen, Tangstedt, Ellerbek, Wedel und Schenefeld.

Nun sei die FDP jedoch auf einem guten Weg. „Unsere Profillosigkeit führte uns in diese Misere“, betonte Hildebrand. Das neue Erscheinungsbild sei erst ein Anfang: „Die FDP muss wieder authentisch sein und da sind Inhalte entscheidend.“ Es sei nun wichtig, sich bereits jetzt auch die Landtagswahlen in zwei Jahren und die Kommunalwahlen in drei Jahren vorzubereiten. Der Kreisverband musste in den letzten Jahren außerdem mit einem Mitgliederschwund auskommen. „Wir brauchen Leute, die sich aufstellen lassen wollen. Es kann für uns kein Trost sein, dass auch andere Parteien Einbußen haben“, mahnte Hildebrand.

Aktuelle Entwicklungen in Kiel

Zurzeit kann der Verband 241 Mitglieder verzeichnen. Klaus Bremer setzte die Versammlung auf den neusten Stand der Finanzen. „Wir stehen momentan sehr gut da und können eine positive Entwicklung verzeichnen“, so Bremer.

Zu Gast war an diesem Abend Christopher Vogt, stellvertretender Vorsitzender des FDP Landesverbandes Schleswig-Holstein. Er berichtete dem Verband über die neusten Entwicklungen aus Kiel. Dort sei der Vorwahlkampf bereits voll im Gange. „Für eine kleinere Partei ist dieser Kampf natürlich schwieriger mit einem geringeren Etat“, sagte Vogt. Seit einer Woche ist Vogt außerdem Vorsitzender der Programmkommission.

„Wir fokussieren uns derzeit auf den demografischen Wandel, die innere Sicherheit, Chancengleichheit im Bildungsbereich sowie die Infrastruktur“, berichtete er. Dabei sei ihm der Austausch mit externen Liberalen unglaublich wichtig. Er bat die Mitglieder darum, sich selbst über Programmpunkte Gedanken zu machen und diese ihm zukommen zu lassen. „Unsere Alleinstellungsmerkmale müssen wir herausarbeiten und das geht nur mit einer großen Maß an Input“, betonte Vogt.

Bei der schleswig-holsteinischen Kommunalwahl am 26. Mai 2013 erhielt die FDP im Kreis Pinneberg 6578 Stimmen, dies entspricht 5,9 Prozent. Damit stellt die FDP im Pinneberger Kreitstag 3 der 49 Mitglieder. Derzeit sind dies. Gunnar Werner aus Tornesch, Klaus Bremer aus Elmshorn und Jens Petersen aus Elmshorn.
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