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Lewandowski und Müller - Treffen der Topscorer

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erstellt am 25.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | Heute schaut die ganze Welt gebannt nach London, wenn sich Borussia Dortmund und der FC Bayern München im Kampf um Europas Krone duellieren. Können Trainer Jürgen Klopp und Jupp Heynckes auch im Endspiel der Champions League im Wembley-Stadion auf ihre bisher besten Offensivmänner zählen? Diese Zeitung läßt dazu die wirklichen Experten zu Wort kommen - die mit den prominenten Namen Müller und Lewandowski.

Der eine ist Rentner, kommt aus Seeth Ekholt und sympathisiert mit dem BVB: Sein Name, wie sollte es auch anders sein: Lewandowski - Gerhard mit Vornamen. Der andere führt die Geschäfte beim EMTV, ist Fußballer beim VfL Pinneberg und heißt Müller - Vorname Mark. Er traut den Bayern mehr zu als den Profis aus dem Pott.

Lewandowski und Müller laufen vor dem Finale schon mal heiß. "Die Bayern mit ihrem Geld haben sich doch die beste Mannschaft zusammengekauft", stänkert der Seeth Ekholter in Richtung Müller. "Die Herzen der Nation jedoch schlagen für die Dortmunder", ist sich Lewandowski sicher. Das glaubt Müller nicht. "Die Sympathien sind gleich verteilt", erklärt der Innenverteidiger des VfL Pinneberg. Beide Vereine hätten ein überragendes Team, so Müller. Nach dem friedlichen 1:1 im Bundesliga-Gipfel beider Teams werde das Finale heute geprägt von einer wahnsinnigen Brisanz. "Die Bayern wollen die perfekte Saison", sagt Müller. 1:0 für die Heynckes-Elf nach 90 Minuten ist sein Tipp.

Dass am heutigen Abend nur wenige Tore fallen, davon ist auch Müllers Gegenüber Lewandowski überzeugt. 2:1 für das Klopp-Team meint der Rentner. Er weiß auch warum. "Die letzte Begegnung beider Teams neulich war das sechste Liga-Spiel in Folge, das die Bayern nicht gegen uns gewinnen konnten", sagt er. Die Dortmunder müssten sich zwar noch etwas strecken, um am Ende in Wembley den Pott hochhalten zu können, aber "sie sind gut vorbereitet und hoch motiviert".

Sowohl Müller als auch Lewandowski haben einen Plan im Kopf - eine Taktik für das wichtigste Spiel des Jahres. Beide sagen: "Wir kennen die Art und Weise, wie wir sie schlagen können. In einem Spiel, in dem es um alles oder nichts geht." Bayern stürmt von Anfang an - Dortmund wartet auf Kontermöglichkeiten - so sehen sie das Spiel ihrer Teams. Allerdings: Von Erfolg gekrönt werde nur, wer beim Gegner Druck aufbaue. "Wer den ersten Treffer landet, gewinnt", sagt Müller.

Klare Einstellungen haben beide auch zu ihren prominenten Namensvettern. Müller und Lewandowski - sie trauen den Stürmen auch im Endspiel einen Torerfolg zu. Beide sind die Topscorer ihrer Teams. Lewandowski hat zehn, Müller acht Tore in den zurückliegenden zwölf Champions-League-Spielen geschossen.

Doch Rivalität hin und her. "Wir wünschen uns ein spannendes und faires Finalspiel", sagen die beiden Lokal-Vertreter. Dortmund oder Bayern - Hauptsache Zauberfußball.

Übrigens: Namen sind Schall und Rauch . . . von wegen. Klar, es ist nicht immer leicht, einen prominenten Namen zu tragen. Doch dies kann, wie im Falle von Gerhard Lewandowski, auch zu Überraschungen führen. "Es ist schon ganz lustig", sagt Ehefrau Helli. "Seit der Stürmer so bekannt geworden ist, schreiben die Leute unseren Nachnamen richtig." Zu irgendwas muss der prominente Name ja gut sein.

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