Tornesch : Leuchtturmprojekt für Schleswig-Holstein

Innenminister Andreas Breitner (Mitte) ist begeistert vom „smart ideenhaus 2.0“ und lobte die Arbeit von Adlershorst. Die Baugenossenschaft  wurde unter anderem  vertreten durch Holger Reißweck (Vorstand, von links), Sabine Kahlert (Vorsitzende Aufsichtsrat), Uwe Wirries  (Vorstand) und Architekt Roland Paloh.
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Innenminister Andreas Breitner (Mitte) ist begeistert vom „smart ideenhaus 2.0“ und lobte die Arbeit von Adlershorst. Die Baugenossenschaft wurde unter anderem vertreten durch Holger Reißweck (Vorstand, von links), Sabine Kahlert (Vorsitzende Aufsichtsrat), Uwe Wirries (Vorstand) und Architekt Roland Paloh.

Innenminister weiht „smart ideenhaus 2.0” ein: 26 energieeffiziente Sozialwohnungen sollen hier entstehen, 2,8 Millionen werden investiert.

shz.de von
28. November 2013, 16:00 Uhr

Hoher Besuch in Tornesch: Der schleswig-holsteinische Innenminister Andreas Breitner (SPD) war gestern Gast bei der Einweihung des „smart ideenhaus 2.0”. Das Investitionsvolumen für das Mehrfamilienhaus mit 24 Zwei- und Dreizimmerwohnungen beträgt 2,8 Millionen Euro. Das Land hat das Projekt an der Straße Am Grevenberg mit einem zinsgünstigen Darlehen von 2,6 Millionen Euro gefördert. Bauherr der Sozialwohnungen mit geringem Energieverbrauch ist die Norderstedter Baugenossenschaft Adlershorst. Nach neunmonatiger Bauphase sind die Wohnungen ab 1. Dezember bezugsbereit. Alle Einheiten sind bereits vermietet.

„Das ist ein guter Ort zum Wohnen“, lobte Breitner das Ergebnis. Das Mehrfamilienhaus sei energieeffizient und punkte zudem durch bezahlbare Mieten. Im „smart ideenhaus 2.0” kostet die Nettokaltmiete 5,50 Euro pro Quadratmeter. Für eine Zweizimmerwohnung mit etwa 50 Quadratmetern liegt die Kaltmiete bei 280 Euro, inklusive Nebenkosten werden pro Monat weniger als 420 Euro fällig. „Durch hohe energetische Standards halten wir die Belastung für unsere Mieter niedrig”, erläuterte Uwe Wirries, Adlershorst-Vorstandsmitglied.

Die Wärmeversorgung des „smart ideenhaus 2.0” gewährleistet eine Pellet- und bei Bedarf eine Gasheizung. Nach Angaben von Adlershorst-Vorstand Holger Reißweck ist der CO2-Ausstoß um das zehnfache geringer als bei vergleichbar alten Anlagen. Zudem werden die umliegenden Adlershorst-Gebäude jetzt mitversorgt, so Reißweck.

„Wir wollen damit unseren Beitrag für sozialverträgliches Wohnen in der Metropolregion Hamburg leisten”, erläuterte Wirries. Der Ansatz überzeugt Breitner: „Es ist ein Leuchtturmprojekt für Schleswig-Holstein.” Der Minister ermutigte Kommunen dem Tornescher Beispiel zu folgen: „Wir wollen fördern.”

Diese Aussage untermauert Breitner mit einem Sprichwort: „Beim ersten Treffen spricht man von Zufall, beim zweiten Mal von Statistik und beim dritten Mal von Tradition.” Breitner war schon beim Spatenstich im März dabei und würde auch ein drittes Mal nach Tornesch kommen. Eine gute Vorlage für Wirries: „Wir planen weitere Projekte in Tornesch.” Eine genaue Auskunft über geplante Bauvorhaben wollte er jedoch nicht geben.

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