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Berufsvorbereitung : Lernen als aufregendes Erlebnis

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Elftklässler der Johann-Comenius-Schule in Thesdorf werden mit einem Wochenendseminar auf Berufsfindung vorbereitet.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Pinneberg | Den richtigen Studiengang oder Beruf zu finden, ist wohl eine der größten Herausforderungen für Jugendliche. Die Johann-Comenius-Schule in Thesdorf geht deshalb neue Wege und will den Jugendlichen mit einem Wochenendseminar auf die Sprünge helfen.

Veranstaltet wurde der Workshop zum zweiten Mal von dem Netzwerk „Adventure Learning“. Die Pinneberger Bürgerstiftung der VR-Bank und die Nordakademie haben das Projekt finanziell unterstützt. Das Ziel ist, dass sich die Gymnasiasten rechtzeitig damit beschäftigen, wie es nach der Schule weiter geht, wie die eigenen Ziele erreicht werden können und die eigenen Talente bewusster werden.

Den 85 Elftklässlern sollte an diesem Wochenende „das perfekte Lernelebnis“ geboten werden – so zumindest der nicht gerade bescheidene Anspruch, wie ihn Teamleiter Jan Friedrichs formuliert. Durch die Abwechslung zwischen Lernen und aufregendem Erleben sollte dies erreicht werden. Die Begeisterung der beiden Teilnehmer Tjart Neubert und Alicia Meyer gibt ihm Recht.

Die Schülerin berichtet grinsend, dass jeder die Veranstaltung „überraschend interessant“ gefunden habe. Dem 17-jährigen Tjart hat die außergewöhnliche Situation gefallen. „Ich fand es richtig gut, mal rauszukommen aus dem Schulgebäude. Die Motivation war dadurch viel größer.“ Raus bedeutete in diesem Fall, dass die Räume der Nordakademie in Elmshorn genutzt werden konnten.

Die Liste der Themen, die auf der Tagesordnung standen, reichte von einer ausführlichen Analyse der Stärken und Schwächen, bis hin zu der Selbstpräsentation im Bewerbungsprozess. Auch die Teamarbeit im Auswahlverfahren und im Beruf wurde gemeinsam trainiert. Nicht fehlen bei der Berufsvorbereitung durfte natürlich das erfolgreiche Führen eines Bewerbungsgesprächs.

„Viele Schüler haben vorher gar nicht gewusst, wo ihre Stärken liegen“, erzählt Teilnehmerin Alicia. Ihr selbst sei bewusster geworden, dass sie besonders gut auf ihre Mitmenschen eingehen kann. Im Gegensatz zum Unterricht sei der Workshop nicht so „defizitorientiert“, ergänzt Schulleiterin Uta Holsten–Timm. „Das ist ein großes Geschenk für die Schüler. Auch bei den Stärken und Schwächen wurde nicht nur an der Oberfläche gekratzt. Die Jugendlichen mussten zum Beispiel definieren, was es wirklich heißt, teamfähig zu sein. Um den Kontakt zur Arbeitswelt herzustellen, waren mehrere Experten aus der Praxis vor Ort. Ein Trainer hatte jahrelang in der Personalabteilung von Bayersdorf gearbeitet, eine andere Dozentin bei Philips. Sie konnten den Schülern aus der Praxis berichten, worauf es wirklich ankommt bei der ersten Bewerbung und dem späteren Gespräch. Natürlich könne an nur einem Wochenende nicht die gesamte Berufsorientierung abgedeckt werden, sagte Friedrichs. „Es ist aber wichtig, immer wieder solche Impulse zu setzen.“

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