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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 18:01 Uhr

Leidenschaft für ein Kult-Auto

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„Die Norder-Enten“: 2 CV-Club trifft sich zum gemeinsamen Schrauben und zu Ausflügen / Erstes eigenes Enten-Treffen im Juni

Ob Ärzte, Richter, Handwerker, Busfahrer oder Ingenieure: Trotz ihrer unterschiedlichen Berufe vereint sie eine Leidenschaft - die für die „Ente“. Knapp 30 Frauen und Männer haben sich dem Kult-Auto, dem legendären 2 CV, verschrieben. Sie gehören zum Club „Die Norder-Enten“, eine Gemeinschaft, die sich vor 14 Jahren gründete und im Kreis Pinneberg sowie im Kreis Steinburg beheimatet ist. Oliver Schaar aus Pinneberg ist einer von ihnen. Der 51-jährige Kfz-Mechaniker-Meister zählt sieben Exemplare des französischen Autos sein eigen und wird von seinen Freunden nur „Enten-Olli“ genannt.

„Wir treffen uns einmal im Monat zum Erfahrungsaustausch, zum Schrauben und auch zu gemeinsamen Ausflügen“, sagt er. Insgesamt etwa 40 Enten gehören zum „Fuhrpark“ des Clubs. Etwa die Hälfte davon ist fahrbereit, die anderen stehen entweder bei den Besitzern zu Hause oder in einem ehemaligen Schweinestall in Bevern, den eine kleine Gruppe aus dem Club angemietet hat. Dort ist Platz für 15 Autos, zum Schrauben und für ein Ersatzteillager. „Teile sind auch heute noch zu bekommen, die Nachbauten sind meist besser als die Originale“, weiß Peter Gierke, der hauptberuflich als Gutachter für Oldtimer tätig ist. Der 48-Jährige besitzt auch die älteste Ente im Club – ein Exemplar Baujahr 1966.

Und was schätzen die „Norder-Enten“ an ihrem Lieblingsauto? „Die Zuverlässigkeit und die einfache Technik. Was nicht dran ist, kann auch nicht kaputtgehen“, sagt Fabian Möller (30), Luftfahrzeugtechniker und einer der Jüngsten im Bunde. Manfred Schefe (62), gelernter Feinmechaniker und seit 25 Jahren Busfahrer, ergänzt: „Die Ente ist der Oldtimer mit der höchsten Wertsteigerung, noch vor dem Flügeltüren-Mercedes“. Wer einen 2 CV kaufen wolle, müsse vor allem auf Rost achten: „Das ist der anfälligste Teil.“ Eine fahrbereite Ente in sehr gutem Zustand koste ab 14 000 Euro, „Schrott“ zum Restaurieren bekäme man bereits ab 1000 Euro.

Ihre gemeinsamen Exkursionen haben die Enten-Liebhaber bisher zu Treffen in Deutschland und Frankreich geführt. Auch bei Treffen der Beetle-Maniacs in Elmshorn sowie bei der Oldtimer-Veranstaltung „Pinneberg mobil“ in der Kreisstadt waren sie vertreten. 2015 soll es nach Polen gehen. Zum Welttreffen der Freunde des 2 CV werden dort 7000 Fahrzeuge erwartet. Erstmals werden die „Norder-Enten“ eine eigene Veranstaltung auf die Beine stellen: Vom 20. bis 22. Juni ist eine Wiese an der Straße Kirchmoor in Hohenfelde/Kreis Steinburg ausschließlich für Besitzer und Fans der Ente reserviert. Das Treffen ist angeschlossen an eine Veranstaltung der ansässigen Pferde- und Countryfreunde. Für Übernachtungsmöglichkeiten mit Zelten ist gesorgt. An beiden Ausfahrten der Autobahn 23 sind Hinweisschilder zum Platz aufgestellt.





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