Quickborn : Leichtigkeit und Tiefe der Musik

Das Oktett lässt sich vom Publikum feiern.
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Das Oktett lässt sich vom Publikum feiern.

Abschlusskonzert der Freunde der Kammermusik begeistert Publikum

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05. Juni 2014, 11:50 Uhr

Welch ein Spiel! Nicht das Spiel der Fußballnationalmannschaft, sondern der Auftritt des philharmonischen Oktetts beim letzten Konzert der Saison, organisiert von den Freunden der Quickborner Kammermusik!! Die Atmosphäre war gelöst wie immer, wenn nach gerade einmal auch finanziell  erfolgreicher Saison der Blick nach vorne gerichtet werden darf.

Zunächst aber galt es, einen Höhepunkt der Kammermusik zu genießen: Mendelssohns Oktett in Es-Dur op. 20.   Mit gewaltigem Aufschwung  und  durchgehend durch alle vier Sätze, allen  Schwierigkeiten der Virtuosität  trotzend, zauberten die acht Musiker  mit immer voller Leichtigkeit,  die beglückend war.   Die vier Geigen, zwei Bratschen und zwei Celli   trafen genau diesen Ton, und rückten das Werk ganz nahe an das Wunder vom „Sommernachtstraum“ heran – mit einer Präzision, die bewundernswert war.       

Gegen so viel Hochglanz hatte George Enescu einen schweren Stand. Doch machte die Spielfreude der acht Meister mit Leichtigkeit wett, was dem Oktett Enescus bei eben dieser Leichtigkeit an Tiefe  fehlte.  Doch gab es bei Enescu  besonders in den langsamen Sätzen auch manche lyrische Passagen mit großer Intensität zu entdecken.

Das Publikum wollte die Musiker nicht gehen lassen, es gab Bravorufe und der Beifall war so richtig geschaffen für diesen heiteren  Sommerabend.

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