Lehrstunde zum Thema Bier

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Nach dem Fassanstich durften Christine Aschenberg-Dugnus, Vizepräsidentin des Deutschen Instituts für Reines Bier, und Oberst Michael Skamel das erste Bier beim Salvatorabend genießen.
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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Nach dem Fassanstich durften Christine Aschenberg-Dugnus, Vizepräsidentin des Deutschen Instituts für Reines Bier, und Oberst Michael Skamel das erste Bier beim Salvatorabend genießen.

Christine Aschenberg-Dugnus, Vizepräsidentin des Instituts für Reines Bier, spricht beim Salvatorabend

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19. März 2018, 16:00 Uhr

„Sie fragen sich bestimmt, warum ausgerechnet ich hier bin: weiblich, von der FDP, mit Doppelnamen, Rechtsanwältin und dann auch noch Gesundheitspolitikerin“, begann Christine Aschenberg-Dugnus ihre Rede beim 54. Salvatorabend an der Unteroffizierschule der Luftwaffe in der Gemeinde Appen. Mögliche Gründe lieferte sie gleich nach: die Teilnahme an einer Informationswehrübung oder der seit 2013 bis zur Wahl 2017 dauernde „Erholungsurlaub“ für die Partei auf Bundesebene. Der wahre Grund für die Einladung als Gastrednerin war aber ein anderer: Aschenberg-Dugnus, die nach Angela Dankwart, der ehemaligen Bürgermeisterin der Stadt Jever, überhaupt erst auf der Veranstaltung reden durfte, ist Vizepräsidentin des Deutschen Instituts für Reines Bier (DIRB). „Ich setze mich zu jeder Tages- und Nachtzeit für die Erhaltung des Reinheitsgebots ein. Sich Tag und Nacht mit Bier zu beschäftigen, ist wahrlich kein einfacher Job“, sagte die Freie Demokratin Aschenberg-Dugnus lachend. Das sahen einige der 300 geladenen Gäste aus Wirtschaft und Politik anders, wie sich am Gemurmel im Saal erkennen ließ. Mit dem immer wieder eingestreuten „Prost“ holte sich Aschenberg-Dugnus die Aufmerksamkeit der Zuhörer aber schnell wieder zurück.

„Bier hat keine Konservierungsstoffe. Deshalb lässt es sich auch nicht so lange lagern, sondern muss schnell konsumiert werden“, informierte Aschenberg-Dugnus. Das ließen sich die Besucher nicht zweimal sagen und genossen das Starkbier.

„Wir sind ja eine Schule und Sie sollen auch etwas lernen und schlauer nach Hause gehen als vorher“, erläuterte Oberst Michael Skamel die Wahl der Gastrednerin. Doch ohne eine Spitze kam die FDP-Politikerin nicht davon: „Ob man bei ihrer parteipolitischen Herkunft unserer Rednerin etwas lernen kann, weiß ich nicht.“ Skamel wagte auch einen Blick auf die Bundespolitik: „Uns Soldatinnen und Soldaten hat man offensichtlich noch nicht zugetraut, mit jemand Neuem klarzukommen.“

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