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32. Maifestival : Legenden-Treffen in Rellingen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Klarinettist Karl Leister und Intendant und Violinist Luz Leskowitz spielen gemeinsam am 7. Mai.

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2017 | 16:30 Uhr

Rellingen | Carl Maria von Webers (1786-1826) „Quintett für Klarinette, zwei Violinen, Viola und Violoncello, in B-Dur, op. 34“: Das ist am dritten Tag des diesjährigen Rellinger MaiFestivals, Sonntag, 7. Mai, ein weiterer Ohrwurm. Dass dieses Werk – Uraufführung am 26. August 1815 in München – dann noch von der Klarinetten-Legende Karl Leister interpretiert wird, dürfte Fans bereits jetzt elektrisieren.

Es ist auch eine Begegnung zweier Giganten des globalen Musikgeschehens, gespickt mit zahlreichen Daten der Superlative: Leister war von 1959 bis 1993 unter dem Dirigat von Herbert von Karajan (1908-1989) Solo-Klarinettist der Berliner Philharmoniker. Er feiert am 15. Juni seinen 80. Geburtstag. In diesem Jahr steht der Musiker 60 Jahre auf den Bühnen der Welt. Und musiziert seit 45 Jahren gemeinsam mit MaiFestival-Intendant Luz Leskowitz aus Salzburg.

Mit 20 Jahren bereits Solo-Klarinettist

Leisters Vater war Klarinettist des RIAS-Symphonieorchesters Berlin. Das Instrument lag sprichwörtlich in seiner Wiege. 1957, mit 20    Jahren, stand der gebürtige Wilhemshavener als Solo-Klarinettist an der Komischen Oper Berlin unter Václav Neumann (1920-1995) unter Vertrag. Dann folgten drei Jahrzehnte unter Karajan – das dürfte nicht vielen gegönnt gewesen sein. Doch auch Pult-Giganten wie Karl Böhm, Seiji Ozawa, Eugen Jochum, Rafael Kubelík, Aaron Copland, Neville Marriner, Rafael Frühbeck de Burgos konnte Leister mit seinem Ton beeindrucken.

Auch die Förderung des Nachwuchses war Leister stets ein Begehren. Als Lehrer war er in der Berliner Musikuniversität tätig und leitet Meisterklassen. Mit jugendlichen 80 ist er immer noch solistisch und als Kammermusiker tätig. Da kann nur sein israelischer Kollege Giora Feidman (81) mithalten, der allerdings kaum mehr Klassik spielt. Lebendige Musikgeschichte im Rellinger Barock-Oktogon. Und dafür gibt es noch Tickets.

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