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Schaf gerissen : Lebt ein Wolf im Kreis Pinneberg?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Auf einer Weide in Bilsen (Kreis Pinneberg) ist ein Schaf gerissen worden. Für den Wolfsbetreuer des Kreises, Hans-Albrecht Hewicker, könnte es das Werk eines Wolfes sein. Eine DNA-Analyse soll das Raubtier nun überführen.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2013 | 09:55 Uhr

Die Jäger im Kreis Pinneberg vermuten derzeit, dass ein Wolf in der Gegend lebt. Der Grund dafür ist ein gerissenes Schaf, das in der vergangenen Woche auf einer Bilsener Weide gefunden wurde. „Entweder war das ein Wolf oder ein Hund“, sagte Hans-Albrecht Hewicker, Wolfsbetreuer im Kreis Pinneberg.

Drei bis vier Wochen wird es dauern, bis Gewissheit herrscht. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es gelungen ist, eine DNA-Probe des Raubtiers zu entnehmen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass das funktioniert hat, liegt bei 50 Prozent“, teilte Hewicker mit. Schließlich habe der Schafskadaver bereits länger als zwölf Stunden im Regen gelegen. Erst dann wurde das Material für die Untersuchung entnommen und ins Labor des Senckenberg-Instituts geschickt. Ob zu dem Zeitpunkt noch Spuren eines anderen Tieres am Schaf zu finden waren, sei fraglich. „Das werden wir erst dann erfahren, wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind. Und das dauert einige Wochen“, erläuterte Hewicker.

Er halte es jedoch für möglich, dass ein Wolf das Schaf gerissen habe. „Im vergangenen Jahr hat es im westlichen Kreis Segeberg einen Wolf gegeben, doch der ist nachweislich im vergangenen Jahr in Dänemark gestorben“, sagte Hewicker. Und im Mai und Juni dieses Jahres sei im nördlichen Kreis Dithmarschen eine Wölfin gesichtet worden. Sie stamme aus einem Rudel in Sachsen-Anhalt, wie durch eine Genanalyse nachgewiesen wurde.

Es gibt sie also: Wölfe, die sich in Schleswig-Holstein ansiedeln. Ob einer von ihnen im Kreis Pinneberg sein Revier hat, wird vielleicht in den kommenden Wochen erwiesen sein.

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