Lebenshilfe: Heins bleibt am Ruder

Christine  Heins führt  den Verein seit Juni 2012.
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Christine Heins führt den Verein seit Juni 2012.

Vorsitzende in ihrem Amt bestätigt / Positiver Abschluss für 2013 / Aber Altlasten bereiten Verein weiter erhebliche Sorgen

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25. Juni 2014, 10:00 Uhr

Die Krisenmanagerin bleibt an Bord – und am Ruder. Christine Heins wurde während der Mitgliederversammlung als Vereinsvorsitzende der Lebenshilfe Schenefeld wiedergewählt. Ohne Gegenstimme. Laut neuer Satzung geht ihre zweite Amtszeit über vier Jahre.

Die Versicherungsmaklerin hatte den Vorsitz der Lebenshilfe im Juni 2012 übernommen, als der Verein am Abgrund stand. Ein hausgemachtes Finanzdesaster, Streit auf allen Ebenen und Mobbingvorwürfe erschütterten die Lebenshilfe Schenefeld. Heins verordnete dem Verein einen strikten Sanierungskurs. Für 2013 konnte sie den Mitgliedern jetzt einen positiven Jahresabschluss präsentieren. „Der Gewinn liegt bei 27 000 Euro“, sagte die Vereinsvorsitzende.

2012 verbuchte der Verein mit seinen 267 Mitarbeitern, die zirka 230 Menschen mit Behinderung betreuen, noch ein Defizit von 164 320 Euro. 2011 lag das Minus bei einer Million Euro.

Die Trendwende ist geschafft, doch für Euphorie besteht laut Heins noch überhaupt kein Anlass. „Die Altlasten sind groß.“ Die Tilgungsaussetzung für Schulden in Höhe von 7,5 Millionen Euro endete in diesem Jahr. Zudem müsste die Lebenshilfe in die alten Gebäude investieren. Heins verhandelt mit den Banken. An der Blankeneser Chaussee werden vom Pinneberger Wohnungsbauunternehmen Neuhaus gerade zwei neue Gebäude hochgezogen. Die Lebenshilfe mietet sie an. So entsteht barrierefreier Wohnraum für 17 Menschen mit Behinderung. Unklar bleibt, was aus der ehemaligen Gärtnerei an der Blankeneser Chaussee wird. Die Immobilien der insolventen GmbH sind in das Eigentum des Vereins übergegangen. Der Plan, die Flächen des Gewächshauses an einen italienischen Restaurant-Betreiber zu verpachten, wurde von der Politik abgelehnt. Rechtlich könnte die Lebenshilfe auf dem 10 000 Quadratmeter großen Areal auch Wohnhäuser errichten. Auch ein Verkauf an Investoren ist denkbar. Heins möchte die Flächen am liebsten im Besitz des Vereins halten.

Wird Heins die erste hauptamtliche Vorsitzende der Schenefelder Lebenshilfe? Befristet bis zum 31. Dezember 2015 ist das möglich. Allerdings müsste der Vorstand dieser Änderung zustimmen.

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