Pinneberg : Lebenshilfe feiert 40. Geburtstag

Daumen hoch für die Lebenshilfe: Nico Nachtigal (20) arbeitet am Eichenkamp im Lager.
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Daumen hoch für die Lebenshilfe: Nico Nachtigal (20) arbeitet am Eichenkamp im Lager.

Festakt in der Werkstatt am Eichenkamp: Politiker aus Stadt, Kreis und Land loben erfolgreiche Arbeit der Einrichtung

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28. Juni 2014, 13:00 Uhr

„Wenn der Kreistagspräsident und der Landrat gemeinsam aufschlagen, zeigt das die Wertschätzung für die Lebenshilfe“, betonte Burkhard Tiemann – der Kreispräsident – in seiner Rede. Er und Landrat Oliver Stolz waren aber nicht die einzigen prominenten Besucher beim 40. Geburtstag der Lebenshilfe-Werkstatt am Eichenkamp. Neben vielen anderen waren Pinnebergs SPD-Chef und Landtagsabgeordneter Kai Vogel, Bürgervorsteherin Natalina Boenigk und Rellingens Bürgervorsteher Dieter Schröder erschienen, um die Einrichtung zu feiern. 150 Gäste würdigten die Rolle der Werkstatt, bei der Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderung in der Kreisstadt gespielt hat.

„Was seit der Gründung der Lebenshilfe erreicht wurde, würde den Pionieren damals wie ein irrealer Traum vorkommen“, hob Tiemann in seiner Ansprache hervor. Eltern von Menschen mit Behinderung und andere Ehrenamtliche hätten in den 1960er und 1970er Jahren den Grundstein für die erfolgreiche Arbeit gelegt, die nun von den hauptamtlichen Mitarbeitern wie Werkstattleiter Andreas Flynn und Lebenshilfe-Geschäftsführer Michael Behrens fortgeführt werde. Tiemann schloss mit dem Appell: „Jeder Mensch muss die Chance haben, etwas aus seinem Leben zu machen.“ Bürgervorsteherin Boenigk hob hervor, dass die Lebenshilfe mit 75 Fachkräften auch einer der größten Arbeitgeber der Kreisstadt sei. Sie mahnte: „Inklusion erreichen wir nicht nur durch schöne Worte, sondern durch Taten.“ Inklusion, die vollständige Teilhabe an der Mehrheitsgesellschaft, war ein oft benutztes Schlagwort. Annette Langner (SPD), Staatssekretärin für Soziales in Kiel, warf einen differenzierten Blick auf dieses ehrgeizige Ziel. „Im Bereich der Wohnungen sind wir auf einem guten Weg, es gibt zahlreiche ambulante Angebote.“ Eine Herausforderung bleibe dagegen eine inklusive Schulpolitik. „Da haben wir noch einen weiten Weg vor uns“, so Langner. Ein breit gefächertes Angebot sei wichtig, denn Inklusion bedeute auch Wahlfreiheit für Menschen mit Behinderung. Ihr Auftrag an alle Anwesendem im großen Festzelt: „Wir müssen alle mit unseren Stärken und Schwächen Stützen der Gesellschaft sein.“

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