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Pinneberger Tageblatt

30. Mai 2017 | 13:16 Uhr

Leben mit drei Generationen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Serie „Frauen und Heimat“ Silke Faber schätzt wie ihre Schwiegermutter Gisela Fischer (1919-2011) das Beziehungsnetzwerk

Mit Ehemann, Kindern und Schwiegermutter lebte Silke Faber (Foto, links) jahrelang in einem Dreigenerationenmodell. Es war eine Initialzündung dafür, sich für die Broschüre „Frauen in Rellingen“ im Zuge des Projekts „Frauen und Heimat“ zu engagieren und ihre Schwiegermutter Gisela Fischer (1919-2011, Foto, rechts) zu porträtieren. „Es lag nahe, einen Menschen vorzustellen, der mir nahe steht“, erläuterte Silke Faber.

Die gebürtig aus Bremen stammende Fischer zog 1976 mit ihrem Mann nach Rellingen. Die Familie baute sich am Baumschulenweg ein neues Wohnhaus. Faber bezeichnet ihre Schwiegermutter als weltoffenen und kommunikativen Menschen. Die Kinderkrankenschwester und Mutter dreier Söhne pflegte zahlreiche Hobbies wie Töpfern, Lesen und Reisen. Sie besuchte die Teestube in der Kirchengemeinde und den Rellinger „Frauentreff“.

Wie bei ihrer Schwiegermutter haben auch bei Faber die zahlreichen Beziehungen bewirkt, dass sie sich in ihrem Ort heimisch fühlt. Die aus Trier stammende Faber empfindet die Baumschulengemeinde inzwischen als ihre Heimat. 1987 zog sie mit ihrem Mann zusammen. „Ich habe den Ort schon damals als anheimelndes Fleckchen Erde empfunden“, erinnert sich die ausgebildete Gärtnerin. Über die Kinder sowie ihr ehrenamtliches Engagement lernte sie Menschen in Rellingen kennen und entwickelte eine starke Verbundenheit zur Gemeinde.

Was ihr aktuell in Rellingen wichtig ist? „Ich bin in der Gemeinde verwurzelt“, sagt die 60-Jährige. Wichtig sei ihr das „kulturelle und lebendige Leben“ in der Region. Sie empfindet zudem die Lebensbedingungen und Lebensqualität als attraktiv. Dazu gehört der schöne Ortskern genauso wie das landschaftlich reizvolle Umland mit Elbe, die Nähe zu Hamburg und zu Nord- und Ostsee.


Wunsch nach mehr grünen Oasen


Was die Zukunft betrifft, findet es die Naturfreundin wichtig, dass in der Gemeinde „Raum für Natur bleibt“. Das bedeute auch den Erhalt von Grünflächen für die Allgemeinheit. „Es wäre schön, wenn es noch mehr öffentliche grüne Oasen gebe“, sagt die Inhaberin der Staudengärtnerei „Min lütt Boomschool“. Die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern wünscht sich auch gut ausgebaute Fahrradwege.

Das unter der Leitung von Dorathea Beckmann stehende Projekt „Frauen und Heimat“ brachte Faber mit vielen „interessanten Frauen“ zusammen. „Ich habe mich im Zuge des Vorhabens noch intensiver mit der Bedeutung von Heimat auseinandergesetzt“, bilanziert sie. Die Broschüre über Rellinger Frauen ist im Buchladen „Lesestoff“, Hauptstraße 74, sowie im Rathaus erhältlich.

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