"Lass den Klick in deiner Stadt"

<strong>Anke Marckmann</strong> (von links), Monika Frömming und Antje Schirmer wollen mit ihrer Aktion ein Zeichen setzen.<foto>rüscher</foto>
Anke Marckmann (von links), Monika Frömming und Antje Schirmer wollen mit ihrer Aktion ein Zeichen setzen.rüscher

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08. Juni 2012, 01:14 Uhr

Pinneberg | Sie sind da, vor Ort. Sie machen mehr als nur Bücher verkaufen. Ein Taxi rufen, wenn ältere Kunden eins brauchen, auf Kinder aufpassen, die ihre Eltern nicht finden. "Man kennt sich: die Kunden uns und wir die Kunden", berichten Monika Frömming, Anke Marckmann und Antje Schirmer. Das Trio vom Pinneberger "bücherwurm" will ein Zeichen setzen, etwas für die Lebensqualität in der Stadt tun und Pinnebergs Attraktivität steigern. Sie haben die Kampagne "Ohne uns würde etwas f hlen!" ins Leben gerufen.

"Die Städte bluten aus, weil nicht mehr genügend Kaufkraft vorhanden ist", erklärt Frömming. Viele Kunden wandern ins Netz ab. "Im Internet kaufen, aber auch lokal", appelliert Marckmann. Die Kampagne trägt den Untertitel: "Lass den Klick in deiner Stadt". Wenn auch im Netz in Pinneberg gekauft wird, fließt davon etwas zurück an die Stadt. Geld aber, das für ein Buch an Amazon gehe, "ist für immer weg aus Pinneberg", betont Marckmann. Die meisten regionalen Anbieter seien mittlerweile auch im Internet, und gerade bei Büchern gebe es durch die Preisbindung keine Ersparnis.

Das Konzept haben die drei bereits zwei Mal bei der Wirtschaftsgemeinschaft vorgestellt. Bisher sei die Resonanz mäßig. "Wir wollen etwas in Gang bringen. Wir können nicht immer warten bis alle im Boot sind, das dauert zu lange", so Frömming. Sie hofft, dass mehr Geschäfte aus der Pinneberger Innenstadt sich ihnen anschließen. Es sei gut, dass das Citymanagement nun seine Arbeit aufgenommen habe. Die drei vom "bücherwurm" wollen in die gleiche Kerbe schlagen - Attraktivität der Stadt erhöhen, Leerstand bekämpfen. Wichtig sei, dass die Pinneberger zu ihrer Stadt stehen.

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