Landeserntedankfest in Waldenau

Hans-Johann Ramcke (von links), Volker Brammer und Jürgen Hilbers vom Bürgerverein Waldenau-Datum von 1934 freuen sich, zum 70. Umzug durch den Pinneberger Ortsteil das Landeserntedankfest auszurichten.
Hans-Johann Ramcke (von links), Volker Brammer und Jürgen Hilbers vom Bürgerverein Waldenau-Datum von 1934 freuen sich, zum 70. Umzug durch den Pinneberger Ortsteil das Landeserntedankfest auszurichten.

Bürgerverein feiert am 7. Oktober / Bischöfin Kirsten Fehrs hält Festgottesdienst im Reitstall / Sicherheitsauflagen werden höher

shz.de von
03. März 2018, 16:32 Uhr

Etwa 30 000 Besucher, 60 prachtvoll geschmückte Wagen, sechs Spielmannszüge und ein Umzug durchs Dorf – die Eckdaten für das des Erntedankfests in Waldenau-Datum haben sich für Organisationschef Volker Brammer nicht geändert. Doch ist beim 70. Umzug, der in diesem Jahr ausgerichtet wird, einiges anders, denn die Nordelbische Kirche hat entschieden, das Landeserntedankfest in diesem Jahr nach Waldenau zu vergeben – wie bereits im Jahr 2010. Gefeiert wird am Sonntag, 7. Oktober.

„Es hat den Verantwortlichen wohl ganz gut gefallen, was wir damals auf die Beine gestellt haben“, sagte Jürgen Hilbers, Vorsitzender des Bürgervereins Waldenau-Datum von 1934. Wie das gesamte Organisationskommitee sei er von der Entscheidung überrascht gewesen. „Wir haben uns nicht darum beworben, sondern sind informiert worden, dass wir es in diesem Jahr ausrichten dürfen“, sagt Hilbers.

Dadurch ändern sich drei zentrale Punkte: Der Erntedankgottesdienst, die Anzahl der offiziellen Gäste und die Sicherheitsbestimmungen. „Unsere Kirche hat etwa 150 Plätze. Das reicht definitiv nicht aus“, erläutert Hilbers. Daher wird der Gottesdienst auf dem Lindenhof-Datum stattfinden. „Wir werden dann mal wieder die Reithalle umbauen“, sagt Hans-Johann Ramcke und erinnert sich lachend an das vergangene Landeserntedankfest. „Es hat so geregnet, dass selbst der Bischof durchnässt war. Ich bin wohl einer der wenigen, die ihn in Unterwäsche gesehen haben, als er sich bei uns umgezogen hat.“ In diesem Jahr würde er natürlich wegschauen, denn Bischöfin Kirsten Fehrs soll den Gottesdienst halten, zu dem etwa 500 Besucher erwartet werden. „Im vergangenen Jahr haben wir die Bürgermeister der Umlandgemeinden eingeladen. Dieses Jahr wird das aber eine Nummer größer“, ist Hilbers überzeugt. Der Landwirtschaftsminister Robert Habeck wird nach dem Gottesdienst eine offizielle Rede halten, zudem voraussichtlich die Vorsitzenden der Landfrauen und des Bauernverbands. „Wir sind derzeit in Gesprächen mit dem Ministerium und den Verbänden, um alles abzustimmen“, erläutert Brammer.

Das Thema Sicherheit sorgte im vergangenen Jahr für reichlich Unmut in Waldenau-Datum. Drei Tage vor dem Festumzug waren die Organisatoren über neue Bestimmungen informiert worden. „Die Auflagen werden in diesem Jahr noch höher. Daher fangen wir mit den Abstimmungsgesprächen schon früh an“, sagt Hilbers. „Eigentlich müssen wir das ganze Dorf dichtmachen“, fasst Brammer zusammen. Wie Stadt und Land helfen, sei derzeit offen.

Auf Unterstützung finanzieller Art hofft Hilbers auch, um das Budget von etwa 30 000 Euro zu stemmen. „Vor zehn Jahren gab es auch Geld vom Land, aber weniger als wir erwartet haben. Wir haben bereits mit dem Ministerium gesprochen, dort will man in den kommenden beiden Wochen prüfen, ob es Mittel für das Landeserntedankfest gibt“, sagt Hilbers. Für das Organisationsteam beginnt neben der Planung nun auch die Zeit des Klinkenputzens. „Wir hoffen natürlich auf finanzielle Unterstützung aus der heimischen Wirtschaft“, so Hilbers. Eines ist klar: Eintritt wollen die Waldenau-Datumer nicht nehmen. „Das gibt es bei einem Umzug bei Hannover. Das ist aber nicht unsere Idee.“

„Wir wollen etwas besonderes auf die Beine stellen“, hatte Brammer im vergangenen Jahr bereits angekündigt, da der Ernteumzug in seiner jetzigen Form, ausgerichtet vom Bürgerverein Waldenau-Datum, zum 70. Mal durchs Dorf rollt. „Das wird es ja jetzt“, sagt Brammer grinsend. Doch auch auf dem Festplatz soll sich etwas ändern: „Ich überlege noch ein, zwei Attraktionen. Zudem will ich mehr Kunsthandwerk haben.“ Die Anbieter sollen sich in einheitlichen Zelten präsentieren.

Am 16. April findet die erste große Vorbesprechung statt. Unabhängig von der Planung eint die Organisatoren ein Wunsch: strahlender Sonnenschein am 7. Oktober. Denn das letzte Landeserntedankfest fiel buchstäblich ins Wasser. „Das war das einzige Jahr, in dem wir Dauerregen hatten“, erinnert sich Hilbers. „Das wollen wir alle nicht mehr erleben.“

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www.waldenau.de


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