Land streicht 95 Betten in Kreiskliniken

shz.de von
14. Dezember 2016, 12:46 Uhr

Aderlass für den Kreis Pinneberg:
95 Krankenhausbetten sollen im kommenden Jahr abgebaut. Das hat das Kieler Gesundheitsministerium in seinem neuen Krankenhausplan festgelegt. Das sind immerhin fast zehn Prozent des jetzigen Bestands. Doch beim Krankenhausversorger des Kreises Pinneberg, den Regio-Kliniken, sieht man das Vorhaben gelassen. Auf die Versorgung der Menschen werde das keine Auswirkung haben, so Sprecher Sebastian Kimstädt.

996 Betten haben die Regio-Kliniken an ihren drei Standorten in Elmshorn, Pinneberg und Wedel. Künftig werden es nur noch 901 sein. Das seien Planzahlen, sagt Kimstädt. Entscheidend sei die Verweildauer der Patienten in den Klinken. Und die sei in den vergangenen Jahren aufgrund des medizinischen Fortschritts gesunken. Die Fallpauschalen hätten ebenfalls dazu beigetragen. Wichtig: „Das wird keine Auswirkung auf die medizinische Versorgung und die Zahl der aufgestellten Betten im Kreis Pinneberg haben“, so Kimstädt.

Es werden aber per Krankenhausplan nicht nur Betten abgebaut, erläutert Kimstädt. So hätten die Regio-Kliniken, die bereits zwei zusätzliche Neurologen eingestellt hätten, nun die Möglichkeit, die Zahl dieser Fachärzte um weitere vier aufzustocken. Kimstädt: „Damit wird der Entwicklung unserer guten Schlaganfall-Einheit Rechnung getragen.“ In der Kinder- und Jugendpsychiatrie werde die Zahl der Betten sogar um 20 Betten auf 44 erhöht.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es doch: Als Folge der insgesamt geringeren Bettenzahl verlieren die Regio-Kliniken jährlich 70  000 Euro Fördermittel.

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