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Pinneberger Tageblatt

22. November 2017 | 16:09 Uhr

Lärmschutz an der LSE reicht nicht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bürgerversammlung Waldenau-Datumer mit Verkehrspolitik der Stadt unzufrieden / Zwei Flüchtlingsunterkünfte im Stadtteil geplant

„Das wird geprüft“, war am Freitagabend der Satz der Stunde bei der traidtionellen Bürgerversammlung vor dem Erntedankumzug in Waldenau-Datum. Immer wieder las Jürgen Hilbers, Vorsitzender des Bürgervereins Waldenau-Datum von   1934, den Satz vor. Es wirkte wie die Standardantwort im Schreiben von Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos), die diesmal vom zweiten Bürgermeister Klaus Seyfert (CDU) in Waldenau-Datum vertreten wurde. „Manche Antworten sind eindeutig, manche aber nicht schlüssig“, sagte Hilbers. Zahlreiche Straßenreparaturen sollten laut des Schreibens bereits erledigt sein, doch die Anwesenden potestieren teils scharf.

Doch auch Seyfert musste Kritik einstecken. Beim Thema LSE wurde die Wortwahl immer derber. „Die LSE ist keine Landesstraße mehr. Das ist ein Autobahnzubringer. Da muss der Lärmschutz angepasst werden“, kritisierte ein Einwohner. Dann legte er nach: „Sie machen doch nur was für die Bürger in Pinneberg. Machen Sie doch mal was für die Waldenauer Bürger.“ „Dass wir nur etwas für die Pinneberger Bürger machen, ist quatsch“, konterte Seyfert. Als Stadt habe Pinneberg keinen Einfluss auf die Landesstraße. „Die beiden großen Volksparteien CDU und SPD haben beide für die Westumgehung gestimmt. Es gibt Schätzungen, dass der Verkehr hier in Waldenau um ein Drittel steigen wird. Der Lärmschutz ist aber 40 Jahre alt und entbehrt jeder Beschreibung“, verließ Hilbers seine Moderatorenrolle. „Es kann nicht sein, dass die Westumgehung den Pinneberger Stadtkern entlastet und andere Einwohner, wie wir in Waldenau, belastet werden. Ich erwarte von unserer Stadt, dass sie sich für uns einsetzt“, sprach sich auch Frank Zemke für einen besseren Lärmschutz aus. „Wenn lärmschutzmäßig etwas zu machen ist, werden wir uns als Stadt beim Land dafür einsetzen“, versprach Seyfert.

„Halten Sie so eine Belegung für richtig? Das ist doch eine Konzentration“, fragte ein Einwohner Seyfert direkt nach den Planungen an der Schenefelder Landstraße zwei Gebäude zu errichten, die für die Flüchtlingsunterbringung gedacht sind. „Wenn dort 25 Personen einziehen, halte ich das nicht für eine Konzentration“, sagte Seyfert. Zwei Gebäude sollen auf der Fläche entstehen – mit zwölf bis 15 Wohneinheitenpro Gebäude. Weitere 20 bis 24 Wohneinheiten sollen am Moorweg entstehen. „Im Moment ist der Flüchtlingszuzug relativ ruhig, aber ab kommendem Jahr beginnt der Familienzuzug. Wenn wir daran denken, ist klar, dass Wohnraum dringend notwendig ist“, betonte Seyfert. Zudem müssten dann weniger Flüchtlinge in Hotels und Pensionen untergebracht werden, was die Stadtkasse massiv entlasten würde.

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