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Pinneberger Tageblatt

20. August 2017 | 19:43 Uhr

Pinneberg : Lärmaktionsplan wird ausgelegt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Problembereiche sind weiter vorhanden. Der Bauamtschef sieht bisher aber keine Dringlichkeit zur Umsetzung.

pinneberg | Im Herbst wurde der Lärmaktionsplan für die Stadt Pinneberg verabschiedet. Passiert ist seitdem nichts. Die Problemzonen sind immer noch vorhanden. Blechlawinen und Laster schlängeln sich weiter lärmend durch die Stadt. Jetzt kommt allerdings Bewegung in die Sache: Spätestens bis Mitte Juni soll das Papier im Rathaus vier Wochen lang ausgelegt werden, erklärt Bauamtschef Klaus Stieghorst. Dann können Bürger sich selbst ein Bild machen und Vorschläge machen. Im Lärmaktionsplan werden die Lärmbelastung und die Belastungsschwerpunkte in Pinneberg erläutert.

Am Tag sind 1700 Personen von potenziell gesundheitsgefährdendem Lärm betroffen. In der Nacht sind es mit 1900 Personen etwas mehr. Insgesamt besteht laut dem Papier an 13 Straßenabschnitten erhöhter Handlungsbedarf. Empfohlen wird die Reduzierung von Geschwindigkeiten in stark lärmbelasteten Bereichen und vor Schulen.

Auch zur Fahrstreifenreduzierung durch Parkstreifen und aktive Schallschutzmaßnahmen in Form einer Schallschutzwand wird geraten. Abhilfe schaffen könnte auch die Sanierung von schadhaften Fahrbahnen. Da liegt aber schon das erste Problem. Denn finanziell ist die Stadt bekanntlich schwach vor der Brust, so dass die meisten Maßnahmen in dem Papier ohnehin nicht in diesem Jahr erfüllt werden können. „Es besteht aber auch keine Dringlichkeit“, erklärt Stieghorst. Schließlich seien die Inhalte des Aktionsplans „nicht rechtlich einzufordern, sondern stellen nur eine Absichtserklärung dar“. Als weiteren Grund nennt er die mangelnden Kapazitäten im Rathaus.

Die Westumgehung wird ebenfalls als eine wirksame Maßnahme gegen den Lärm gesehen. Das glaubt auch Stieghorst. Besonders für die Mühlenstraße, aber auch andere betroffene Strecken wie die Elmshorner Straße verspricht sich der Bauamtschef eine deutliche Verbesserung. Wenn der Plan denn umgesetzt wird.

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erstellt am 06.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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