Länger Mitglied als es den VfL gibt

Walter Lienau (Zweiter von links) wurde vom VfL-Vorsitzenden Carsten Linau (von links) und seinen Stellvertretern Renate Sykosch und Ulf Becker für 85-Jährige Vereinsmitgliedschaft mit einem Ehrenbrief ausgzeichnet.
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Walter Lienau (Zweiter von links) wurde vom VfL-Vorsitzenden Carsten Linau (von links) und seinen Stellvertretern Renate Sykosch und Ulf Becker für 85-Jährige Vereinsmitgliedschaft mit einem Ehrenbrief ausgzeichnet.

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06. November 2017, 11:41 Uhr

Als Walter Lienau 1932 in den Turnverein Union eintrat, war an den VfL Pinneberg noch nicht zu denken. Dieser wurde erst im Dezember 1945 als Zusammenschluss der seinerzeit noch existierenden Vereine Union, Freier Turn- und Sportverein von 1899 Pinneberg und dem Fußball-Club von 1918, dem sich 1933 der Athleten-Club „Doppeleiche“ als Sparte angeschlossen hatte, gegründet. Da war Lienau bereits 13 Jahre Mitglied.

Am Sonntag wurde dem 92-Jährigen eine besondere Ehre zu Teil. Beim Traditionstreffen wurde er für 85   Jahre durchgängige Mitgliedschaft ausgezeichnet. „Er verfolgt nach wie vor rege das Vereinsleben und die sportlichen Erfolge seines VfL und ist jedes Jahr zu Gast bei unserem Traditionstreffen“, sagte VfL-Geschäftsführer Uwe Hönke in seiner Laudatio.

„Das ist jetzt der vierte Ehrenbrief, den ich bekommen habe: 85, 80, 70 und 60 Jahre“, sagte Lienau beim Blick auf die Auszeichnung. Lachend gab er ein Versprechen: „Ich habe immer gesagt, dass ich 100 werde. Das ziehe ich jetzt durch.“ Nach einer kurzen Pause ergänzte er lachend: „100 Jahre Mitgliedschaft wären natürlich auch was.“

Turnen und Handball waren seine Sportarten. „Ich bin jetzt 92, da geht das nicht mehr“, sagte Lienau. Als er in den Verein eintrat, war sein Vater Vorsitzender von Union. Ein sportliches Ereignis ist dem Jubilar besonders in Erinnerung geblieben: „1938 war ich beim Deutschen Turn- und Sportfest. Das war eine richtig große Sache.“ Seit Jahren ist er Ehrenmitglied im Verein, doch auf einen Bonus verzichtet er. „Ich zahle meinen Beitrag weiterhin, auch wenn ich es nicht mehr müsste. Aber das gehört sich so.“

„Tradition bedeutet nicht, die Asche zu bewahren, sondern die Flamme weiterzugeben. Dieser Spruch, der häufig zitiert wurde, trifft auch auf unseren VfL zu“, betonte der Vereinsvorsitzende Carsten Linau. „Wenn ich mich hier so umsehe, sehe ich viele Feuer, die den sportlichen Gedanken, aber auch die Geselligkeit beim VfL in die Welt tragen.“ Es sei gute Sitte des Vereins, sportliche Leistungen, aber auch persönliches Engagement und langjährige Vereinstreue zu würdigen. Linaus Appell an die Mitglieder: „Lasst das VfL-Pinneberg-Feuer lodern.“

Während Linau zusammen mit seinen Stellvertretern Renate Sykosch und Ulf Becker Urkunden, Blumen und Verdienstnadeln überreichte, hielt Hönke die Laudationen. „Es ist mir eine besondere Ehre, vor allem, wenn ich darüber nachdenke, dass hier heute mehrere 1000 Jahre Vereinsmitgliedschaft sitzen.

Leichtathlet Felix Ludka und Turnerin Vivien Knutzen wurden mit der Bronzenen Verdienstnadel ausgezeichnet. Die Silberne Ausführung erhielten Andrea Betkierowicz, Andreas Freyer, Manfred Kirsch, Peter Kolbe, Ragnar Pohl, Karl-Heinz Rimkus, Norbert Schöttke, Simone Siebert-Junk, sowie Mike Treede. Die silberne Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Siegrid Bittner, Barabara Blunck, Wilhelm Hallberg, Siegmar „Zip“ Karkowski, Christiane Kleinig, Rolf Klöfkorn, Meike Koeberer, Hannelore Matschke, Christian Nahrwold, Frank Will, Heidrun Fenske, Ingrid Neu, Claudia Schlinke und Gerda Wolf.

Jutta Bauer, Helga Bötel. Heddy Dünsing, Werner Nowinski und Ingrid Schrumpf erhielten die Goldene Ehrennadel für 50-jährige Vereinstreue. Ehrenbriefe für 60-jährige Mitgliedschaft wurden an Eva-Lore Mews und Klaus Schmidt vergeben. Rolf Pretzschel, Erika Schütt, Jörn Steenbuck Dieter Fenske und Peter „Pit“ Peucker gehören dem VfL Pinneberg seit 65 Jahren an. Die Ehrung für 70 Jahre Vereinstreue nahmen Jürgen Eggerstedt, Günter Heitmann sowie der Ehrenvorsiteznde Hermann Kunstmann entgegen.

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