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Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 09:56 Uhr

Lachen, staunen, Pinnies werfen

vom

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | "Wir sind das einzige Kleinkunstfestival mit eigener Währung", erklärt Stadtmarketing-Chef Dirk Matthiessen nicht ohne Stolz. Die Fachleute in Sachen Pinnebergwerbung haben das renommierte "Comedy & Arts" in seinem elften Jahr als Organisatoren aus der Hand der Wirtschaftsgemeinschaft übernommen. Sie freuen sich, für Sonnabend und Sonntag 1. und 2. Juni, zehn Meister der Straßenkunst verpflichtet zu haben, die den Pinnebergern gehörig einheizen wollen. Damit diese sie in der stadteigenen Festivalwährung - dem roten Pinnie - auch fürstlich entlohnen.

Denn das Publikum ist die Jury bei dieser Castingshow der anderen, der lustigen und akrobatischen, Art: Wer während seiner vier Auftritte auf den zwei Asphaltbühnen (Drosteiplatz und Lindenplatz) die meisten Pinnies einsammelt, wird König der Gaukler 2013. In Pinneberg heißt das "Comedy & Arts-Publikumsliebling". Er oder sie oder beide, wenn es ein Duo ist, werden Sonntagabend gegen 18 Uhr im Rahmen einer Abschlussshow, die noch einmal im Kurzdurchlauf alle Kleinkünstler präsentiert, gekürt. Moderieren wird das alles, wie im vergangenen Jahr, Sir Julian, der zusagte, obwohl sein Terminkalender nach seinem "Wetten, dass?"-Auftritt im März, bei dem er Wettkönig wurde, sicher reichlich anschwoll.

Aus etwa 70 Bewerbern habe die bwp Festival- und Event-Agentur, die seit der Premiere für das Programm verantwortlich zeichnet, eine "interessante, bunte und abwechslungsreiche Mischung" zusammengestellt, so Bürgermeisterin Urte Steinberg mit Blick über den Flyer. Den eher geläufigen Kleinkunst-Disziplinen wie Jonglage und Clownerie, Akrobatik und Zauberei wurden diesmal mit einer "Hundeshow zum Lachen" und einer "Seilartistik zu Live-Musik" zwei eher ungewöhnliche Künste hinzugefügt. Diabolojonglage und Zauberei mit Charme, Energie-Explosion durch Comedy-Improvisation, Einrad- und BMX-Akrobatik, Zirkusperformance mit Hupen und jede Menge artistische Komik: "Für mich fühlt sich das nach dem besten Programm an, das wir bisher hatten", so BWP-Mitarbeiter Niels Janneck selbstbewusst.

Etwa 13 000 Pinnies (fünf Pinnies für einen Euro) waren im vergangenen Jahr im Umlauf. Die Idee mit der eigenen Währung ist etabliert, die Pinneberger geben gern. Neu in diesem Jahr ist ein weiterer Preis, der vom Hamburger Abendblatt ausgelobt und von einer Jury aus Veranstaltern, Organisatoren und Sponsoren vergeben wird: der mit 300 Euro dotierte Wolfgang-Weiss-Gedächtnispreis. Er erinnert an den Ideengeber und Initiator des Kleinkunstfestivals, der in diesem Jahr in Altersteilzeit plötzlich verstarb.

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