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„Wir brauchen mehr Polizeipräsenz“ : KWGP Wählergemeinschaft fordert stärkere Investitionen in Innere Sicherheit

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Insbesondere ärgere die KWGP, dass derzeit angesichts der steigenden Zahl von Wohnungseinbrüchen auch seitens der Politik immer wieder dazu geraten werde, sich durch bessere Tür- und Fensterschlösser vor Kriminalität zu schützen.

Kreis Pinneberg | „Die Innere Sicherheit ist in Deutschland Aufgabe des Staates und nicht der Bevölkerung“, sagten Burghard Schalhorn, Vorsitzender der Kreiswählergemeinschaft Pinneberg (KWGP), und sein Stellvertreter Rainer Urban während eines Gesprächs mit shz.de. Sie kündigten an, sich in der kommenden Zeit verstärkt dafür einsetzen zu wollen, dass in Schleswig-Holstein und insbesondere im Kreis Pinneberg mehr in die Innere Sicherheit investiert wird.

Insbesondere ärgere die KWGP, dass derzeit angesichts der steigenden Zahl von Wohnungseinbrüchen auch seitens der Politik immer wieder dazu geraten werde, sich durch bessere Tür- und Fensterschlösser vor Kriminalität zu schützen. „Es kann nicht sein, dass Bürger dazu aufgefordert werden, selbst für ihre Sicherheit zu sorgen“, sagte Schalhorn. Er fordere deshalb, dass das Innenministerium schnell handle und die Präsenz der Polizei vor Ort verstärke – sowohl am Tag als auch in der Nacht. „Wir brauchen wieder mehr Streifenbeamte“, sagte Schalhorn.

Die Pläne des Innenministeriums, die Landespolizei in den kommenden Jahren um 400 Polizisten aufzustocken, halte die KWGP für nicht ausreichend. Andererseits lehnt sie es aber ab, eine Wachpolizei einzuführen, wie es sie etwa in Berlin und Hessen gibt. Dabei handelt es sich um Angestellte, die Polizeibeamte in ihrem Dienst unterstützen, aber keine mehrjährige Polizeiausbildung absolviert haben. „Wir sind dafür, dass die Polizei hier vor Ort ihre Aufgaben übernimmt und keine Dienste mehr bei Veranstaltungen wie etwa Fußballspielen leistet“, sagte Schalhorn. Wer ein kommerzielles Event anbiete, solle auch die Kosten für die Sicherheit der Besucher tragen.

„Wir sehen derzeit den politischen Willen nicht, die Sicherheit der Bürger zu verbessern“, kritisierte Urban die Landesregierung. Gerade bei Einbruchsdelikten seien Schleierfahndungen, also verdachtsunabhängige Personenkontrollen, erfolgreich, und diese könnte die Landespolizei kurzfristig und schnell umsetzen, nannte Urban einen Ansatz der KWGP.

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erstellt am 27.Jun.2016 | 10:00 Uhr

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